Wanderung im Bergwerkswald

Eine Runde durch ein Gießener Naturschutzgebiet mit Geschichte

Der heutige Ausflug führt zu einem besonderen Gießener Kleinod: Das Naturschutzgebiet Bergwerkswald, zwischen Gießen und Linden gelegen, steht seit 1955 unter Naturschutz und wurde im Jahr 2001 in das Europäische Schutzgebietssystem als Flora-Fauna-Habitat-(FFH-)Gebiet aufgenommen.

Hier, wo im 19. und 20. Jahrhundert noch Eisen- und Manganerz abgebaut wurde, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten höchst unterschiedliche artenreiche Habitate entwickelt, die wertvolle und im Stadtgebiet einzigartige Lebensräume für seltene Pflanzen- und Tierarten darstellen.

Der Start des rund 5 Kilometer kurzen Wanderwegs beginnt an der Bushaltestelle Siegmund-Heichelheim-Straße (Buslinie 3). Von der Haltestelle aus erreicht man auf der anderen Seite einen kleinen Park im Siedlungsgebiet Schlangenzahl und gelangt geradeaus bis zum Eingang in das Naturschutzgebiet, das durch ein entsprechendes Hinweisschild gekennzeichnet ist. Im Bergwerkswald selbst folgt man ausschließlich dem ausgewiesenen Rundweg, der auf etwa 2,7 Kilometern durch das Naturschutzgebiet verläuft. Infotafeln informieren über die vielfältigen Lebensraumtypen, die im Bergwerkswald zu finden sind, wie nährstoffreiche Seen, Kalkfelsen mit Felsspaltenvegetation, Labkraut-Eichen-Hainbuchenwald oder Waldmeister-Buchenwald.

Der Rundweg im Wald ist unbefestigt und bei feuchter Witterung recht rutschig. Festes Schuhwerk ist angeraten, um die hügelige, unebene Strecke zu meistern. Für Kinderwagen ist der Weg durch den Wald nicht geeignet, am Rande des Waldes verlaufen aber einige befestigte Wege, die ebenfalls zum Spazierengehen genutzt werden können. Der Bergwerkswald ist etwas ganz Besonderes in unserer Region.

Die Gießen Marketing GmbH weist ausdrücklich darauf hin, sich bei einem Besuch bitte an die Regeln zu halten, die für alle Naturschutzgebiete gelten: Nichts pflücken, nicht die Wege verlassen, Hunde anleinen und Wasserflächen unberührt lassen – dann bleibt der Gießener Berg-werkswald noch für viele Besucher ein schönes Naturerlebnis!

Zwei weitere Caches liegen unter den Koordinaten N50°34.756 E008°40.573 sowie unter N50°36.229 E008°40.264. Für das Entdecken der Caches muss kein Privatgrundstück betreten, etwas ausgegraben oder sonst wie beschädigt werden. Weitere Informationen zur Aktion finden Sie hier!

 


Schlagworte: Berkwerkswald, draußen, Geocaching, Natur, Naturschutzgebiet, Wandern
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