Das Modegeschäft „Frau Piefke“ ist ab sofort im Neuenweg 1 zu finden – Hochwertige, unkonventionelle Damenmode – Umzug mit Tücken
„Mehr Nähe zur Stadt.“ Kurz und knapp umschreibt Philipp Bernard im Gespräch mit Gießen Marketing den Grund für den Umzug des Modehauses „Frau Piefke“ vom Kirchenplatz an die Adresse Neuenweg/Ecke Kreuzplatz. Noch vor einem Jahr residierte hier das Modehaus Schlüter. Nun blickt das bekannte Mopsgesicht von Frau Piefke neugierig auf die Passanten der Gießener Fußgängerzone.
Umzug mit Hindernissen
Eigentlich wollten Bernard und sein Team schon im Januar umgezogen sein, um direkt mit der neuen Saisonware für das Frühjahr starten zu können. Aber Bürokratie und einige andere unvorhergesehene Dinge – darunter falsch eingebaute Türen – sorgten dafür, dass Frau Piefke erst in dieser Woche mit einem „Soft-Opening“ am neuen Standort langsam die Pforten öffnet. Bernard hofft, dass dies spätestens Ende der Woche der Fall sein wird.
Philipp Bernard nimmt es mittlerweile gelassen. „Ich rege mich darüber einfach nicht auf. Es nützt ja auch nichts“, lächelt er. Froh ist er, dass er sich auf sein engagiertes Team verlassen kann. „Die arbeiten sensationell“, freut er sich.
Bernard ist Wahl-Gießener, Zugereister, wie man sagt. Seine Familie stammt aus Nordrhein-Westfalen. Nach dem Abitur in Gießen studierte er an der Justus-Liebig-Universität und zwar Jura und BWL, obwohl den tierlieben Bernard durchaus auch die Veterinärmedizin gereizt hätte. Das Wohl von Tieren behielt er dennoch stets im Blick und bot schon als Student so manchen „Notfellen“ Kost und Logis.
Hochwertige Damenmode für unterschiedlichste Anlässe
„Das wurde mit der Zeit ganz schön teuer, da musste ich Geld verdienen“, erzählt er. Mit Modeln verdient den Unterhalt für die Versorgung seiner gefiederten und vierbeinigen Schützlinge, die der engagierte Tierfreund nebenbei noch versorgt, und fasst so in der Modebranche Fuß. Ende der 1990er Jahre macht er sich schließlich selbständig, eröffnet mit „1-x-ig“ im City-Center sein erstes Ladengeschäft.
Es folgen Standorte in Bad Vilbel und Bad Homburg im Kurhaus sowie Frau Piefke am Kirchenplatz.
In seinen Häusern konzentriert sich Bernard auf Damenmode: hochwertige, in Europa gefertigte Kleidung für unterschiedlichste Anlässe. Gute und ausführliche Beratung ist dem Inhaber und seinem Team eine Selbstverständlichkeit.
Namensgeberin war Mopsdame
Den Namen Frau Piefke verdankt das Geschäft Bernards erster Mopsdame. Rund 16 Jahre begleitete sie ihn täglich zur Arbeit- und war dabei durchaus auf eigene Faust unterwegs. „Sie ist regelmäßig alleine durch den Seltersweg spaziert“, erinnert er sich. Die kleine Hündin mit der schicken Perlenkette war bekannt. Ihre Nachfolgern Fräulein Piefke, zog es nie in die weite Welt. Und der kürzlich verstorbene Herr Piefke genoss lieber das heimische Wohnzimmer als den lebhaften Seltersweg.
Der Mopsdame Frau Piefke, die seit zehn Jahren im Hundehimmel weilt, hätte es sicher gefallen: Die Flaniermeile, auf der sie einst so gern spazierte, liegt ihrem Herrchen nun praktisch vor der Tür.
Im bisherigen Ladenlokal am Kirchenplatz findet noch für rund zwei Monate ein Ausverkauf statt, bevor dort endgültig Abschied genommen wird. Öffnungszeiten von Frau Piefke sind von montags bis samstags von 10 bis 18 Uhr.
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