Landkreis erweitert Pflicht zum Tragen medizinischer Masken auf weitere Bereiche

Landkreis erweitert Pflicht zum Tragen medizinischer Masken auf weitere Bereiche

Neue Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch in Kraft

Landkreis Gießen. Der Landkreis Gießen erlässt eine neue Allgemeinverfügung zum Schutz vor dem Coronavirus. Darin wird unter anderem die neu durch das Land geregelte Pflicht zum Tragen von medizinischen Masken auf weitere Bereiche erweitert.

Nach der Landesverordnung sind Textil-Alltagsmasken im ÖPNV, an Bahnhöfen und in Geschäften nicht mehr zulässig – hier müssen seit vergangenem Samstag verpflichtend medizinische Masken getragen werden. Der Landkreis Gießen erweitert dies auch für andere Bereiche, für die Maskenpflicht besteht – etwa Kitas oder Sitzungen von Gremien. Als medizinische Masken gelten sogenannte einfache OP-Masken oder solche, die über den Standard als FFP-2-, KN95- oder N95-Masken verfügen.

Ergänzend zur aktualisierten Corona-Einrichtungsschutzverordnung des Landes sieht die neue Allgemeinverfügung auch kürzere Zeitfristen für die Gültigkeit negativer Corona-Tests für den Besuch in Alten- und Pflegeheimen vor. Um eine Einrichtung im Landkreis Gießen besuchen zu dürfen, darf das negative Ergebnis eines POC-Tests (Schnelltests) nicht älter als 24 Stunden, das negative Ergebnis eines PCR-Tests (laborbasierter Test) nicht älter als 48 Stunden sein. Heime müssen sich die Nachweise im Vorfeld der Besuche vorlegen lassen und dies auch dokumentieren.

Geändert werden in der neuen Allgemeinverfügung unter anderem auch die Vorgaben zum Sport. Soweit die Landesverordnung es zulässt, ist Sporttreiben erlaubt – in geschlossenen Räumen aber nur dann, wenn jedem Sporttreibenden mindestens zehn Quadratmeter der nutzbaren Fläche zur Verfügung stehen. Empfohlen wird jedoch, dass Sport – auch Schulsport – im Freien stattfinden sollte. Anwesende Personen, die nicht gerade selbst Sport treiben, müssen medizinische Masken tragen.

Die Allgemeinverfügung verbietet weiterhin den Alkoholkonsum im öffentlichen Raum sowie die Abgabe von Alkohol zum Sofortverzehr.

Die 22. Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch (27. Januar) in Kraft. Sie gilt bis einschließlich 17. Februar. Im Wortlaut ist sie hier nachzulesen.


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