1. SINFONIEKONZERT | KLANG

Stadttheater Giessen Detail Innenansicht Eingang Foto: Wegst
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Datum/Zeit
15.09.2020
17:30

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Südanlage 1
35390 Gießen


Zum Auftakt der Konzertsaison am Stadttheater Gießen spielt das Philharmonische Orchester unter der Leitung von GMD Florian Ludwig  Werke von Richard Wagner, Anton Bruckner und Franz Schreker.

Mit Mitteln, die kaum unterschiedlicher sein könnten, haben Anton Bruckner und Franz Schreker mit dem Adagio aus dem Streichquintett in F-Dur (1879) bzw. der Kammersymphonie für 23 Instrumente (1917) zwei hochindividuelle Höhepunkte der Gattung Sinfonie geschaffen. Dem „Meister Richard Wagner in tiefster Ehrfurcht gewidmet“ findet Bruckner in seiner dritten Sinfonie zu seinem reifen Stil und bietet den größten damals denkbaren Orchesterapparat für ein Werk dramatischer Konflikte und kontemplativer Tiefe auf. Schreker schafft in seiner Kammersinfonie von 1917 mit einem auf 23 Instrumente reduzierten Orchester die für ihn typischen raffinierten Klangwelten und verschmilzt die üblichen vier Sätze kunstvoll in einen einzigen, nur gut 20 Minuten dauernden Satz. Ergänzt wird das Programm durch den „Karfreitagszauber“ von Richard Wagner aus PARSIFAL (1882).

Während des Konzerts besteht Maskenpflicht. Zudem wird der Zuschauerraum gelüftet, was bei der Wahl der Abendgarderobe bedacht werden sollte.

Programm:

RICHARD WAGNER | Karfreitagszauber aus PARSIFAL (1882), Bearbeitung für 18 Bläser und Pauken von Andreas N. Tarkmann

ANTON BRUCKNER | Adagio aus dem Streichquintett in F-Dur (1879), Bearbeitung für Streichorchester von Stanisław Skrowaczewski

FRANZ SCHREKER | Kammersymphonie für 23 Instrumente (1917)

 

Biografische Informationen

Florian Ludwig (Musikalische Leitung) wurde in Franken geboren und studierte Dirigieren und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in München bei Hermann Michael und Helmut Deutsch. Eine klassische Kapellmeisterlaufbahn führte ihn ans Nationaltheater Mannheim und ans Theater Bremen, wo er zunächst als zweiter und ab 2003 als erster Kapellmeister maßgeblich an den Erfolgen des Hauses unter der Intendanz von Klaus Pierwoß beteiligt war. Von 2008 bis 2017 gelang ihm als Generalmusikdirektor in Hagen, das Ansehen des Orchesters regional und überregional deutlich zu steigern. Seine Programmgestaltung und die künstlerische und stilübergreifende Weiterentwicklung des Philharmonischen Orchesters wurden 2014/15 vom Verband der Deutschen Musikverleger mit dem Preis für das beste Jahresprogramm aller Orchester im deutschsprachigen Raum ausgezeichnet. Dabei wurden sowohl die außergewöhnliche Bandbreite des Repertoires gelobt, das alle Epochen der klassischen Orchestermusik und auch Crossoverprojekte mit Bands aus dem Jazz-, Rock- und Popbereich umfasste, als auch besondere Konzertformate, in denen er auch bekannte Kabarettisten wie Jochen Malmsheimer einbezog. Florian Ludwig leitete Produktionen an den Wuppertaler Bühnen, der Volksoper Wien und dem Staatstheater Braunschweig und ist gern gesehener Gastdirigent bei den Bremer Philharmonikern, den Hamburger und Münchner Symphonikern sowie beim MDR-Sinfonieorchester Leipzig. Ferner dirigierte er das Tonhalle-Orchester Zürich, das Sinfonieorchester der Stadt Kuopio in Finnland und das Kaunas-Sinfonieorchester in Litauen.

Seit 2015 widmet er sich zudem im Rahmen einer Professur für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Detmold der Ausbildung von Dirigentinnen und Dirigenten. Bei seinem ersten Auftritt in Gießen führte Florian Ludwig Ende der Spielzeit 2018/19 ein Konzert mit Gustav Mahlers 5. Sinfonie zu einem grandiosen Erfolg; 2019/20 zeichnete er für die Musikalische Leitung bei zwei Musiktheaterproduktionen verantwortlich (Humperdincks HÄNSEL UND GRETEL sowie GLAUBE. LIEBE. ABSCHIED. mit Musik von Poulenc, Bach, Haydn) sowie für ein Konzert mit Werken von Weber, Wagner und Mendelssohn-Bartholdy. Ab der aktuellen Spielzeit ist er Generalmusikdirektor am Stadttheater Gießen

 

Hygienemaßnahmen am Stadttheater Gießen
Das Stadttheater Gießen kann wieder spielen – zum Glück. Und das soll auch so bleiben. Aus der Herausforderung, Theateraufführungen und Konzerte unter den zurzeit geltenden besonderen Voraussetzungen anzubieten, ergeben sich daher einige Besonderheiten. Diese greifen tief in die Probenarbeit sowie – für TheatermacherInnen und das Publikum – in den Ablauf der Vorstellungen ein. Dies hat zur Folge, dass Aufführungstermine auch weiterhin nur unter Vorbehalt angekündigt werden, um gegebenenfalls auch kurzfristig auf neue Entwicklungen oder Entscheidungen reagieren zu können.
Doch einiges steht für die nächste Zeit fest:
– Die Platzkapazitäten im Stadttheater und in der taT-studiobühne sind extrem reduziert, sodass in nächster Zeit im freien Verkauf fast ausschließlich Karten für Gastspiele und Sonderveranstaltungen angeboten werden.
– Die Kontaktdaten aller BesucherInnen müssen bei jeder Vorstellung festgehalten werden. Falls diese Daten nicht ohnehin schon hinterlegt sind – wie es bei AbonnentInnen oder Karten, die im Ticketshop gebucht wurden, der Fall ist –, werden diese Angaben entsprechend der gesetzlichen Vorschriften einen Monat nach dem Theaterbesuch gelöscht.
– Bei Veranstaltungen mit kostenlosem Eintritt bittet das Theater, wegen der stark reduzierten Anzahl von Plätzen, die zur Verfügung stehen, wenn möglich vorab über den Ticketshop eine Karte zu reservieren und diese ausgedruckt mitzubringen oder hinterlegen zu lassen. So ist nicht nur der Sitzplatz gesichert, sondern sind auch die Kontaktdaten erfasst, sodass vor dem Theaterbesuch kein Formular mehr ausgefüllt werden muss.
– Selbstverständlich gelten die allgemeingültigen Hygiene- und Abstandsvorschriften auch beim Theaterbesuch, in den Foyers, den Fluren, den Toilettenräumen sowie im Zuschauerhaus. Um das Einhalten der Abstände zu erleichtern, gilt im Stadttheater „Einbahnstraßen-Verkehr“ für alle Ein- und Ausgänge sowie die Treppenhäuser.
– Das Stadttheater bittet um Verständnis dafür, dass auch während der Vorstellungen und Konzerte Maskenpflicht besteht.
Zum Schutz des Publikums sowie der an den Aufführungen Beteiligten wurden zusätzliche Maßnahmen ergriffen:
– Die MitarbeiterInnen und Gäste des Stadttheaters werden regelmäßig auf Corona getestet und kommen nur mit aktuellem, negativem Testergebnis zum Einsatz.
– Die Saaltüren bleiben während der Vorstellung größtenteils geöffnet.
– Bei entsprechenden Witterungsverhältnissen werden außerdem Fenster, Eingänge und ebenso Dach-Belüftungsluken geöffnet. Sowohl das Stadttheater als auch die taT-studiobühne verfügen über entsprechende Belüftungsanlagen.
– Die Zahl der an den Aufführungen Beteiligten ist beschränkt; insbesondere Chor und Orchester sind stark reduziert; durch speziell konzipierte und arrangierte Fassungen für kleine Orchesterformationen können besondere, für sich stehende Aufführungen musiziert werden.
– Die Foyer-Gastronomie bleibt bis auf Weiteres geschlossen.
– Das Vorderhaus-Team wird jeden Abend durch zusätzliche Kräfte verstärkt. Dennoch werden alle BesucherInnen gebeten, nicht zu knapp vor Beginn der Vorstellung ins Theater zu kommen, damit beim Einlass keine Hektik entsteht und die Vorstellungen trotz der besonderen Umstände pünktlich anfangen können.
– Wer für eine Vorstellung eine Karte hat, wird in jedem Fall kurz davor noch einmal per E-Mail darüber informiert, wo der Platz sein wird und welche Besonderheiten für die jeweilige Vorstellung zu beachten sind. AbonnentInnen und BesucherInnen ohne E-Mail-Adresse werden per Post oder telefonisch informiert.
– Bis auf Weiteres sind die üblichen Platznummern aufgehoben. Der Zuschauerraum ist in verschiedene farbige Zonen aufgeteilt, innerhalb derer freie Platzwahl besteht, wobei nur jede 2. Reihe besetzt werden darf, und innerhalb der Reihen müssen von allen BesucherInnen, die nicht zusammenwohnen, Abstände eingehalten werden. Selbstverständlich sind die Bereiche farbig gekennzeichnet – auch stehen bei der Platzwahl im Zuschauerraum allen ZuschauerInnen ausreichend MitarbeiterInnen hilfreich zur Seite.


Schlagworte: Bühne, Stadttheater, Theater
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