Tarek Assam erhält Gießener Theaterpreis 'denkmal'

Preisträger Tarek Assam mit dem Vorstand des Theatervereins (rechts außen die Vorsitzende Helga Göbel) und den Tänzer*innen der Tanzcompagnie Gießen

Verein der Freunde des Theaters würdigt Verdienste des Ballettdirektors am Stadttheater  Gießen

Zu einer besonderen Ehrung kam es am vergangenen Montag im Rahmen der Jahreshauptversammlung des Vereins „Freunde des Theaters“: Tarek Assam, seit 2002 Ballettdirektor des Stadttheater Gießen, erhielt als Anerkennung für sein Engagement für das Tanztheater und die regionale wie internationale Vernetzung der Tanzcompagnie den vom Gießener Theaterverein zum fünften Mal gestifteten Theaterpreis „denkmal“.  

Namentlich hob Helga Göbel, Vorsitzende des Theatervereins, die szenische Aufführung von Heiner Goebbels‘ Orchestersuite SURROGATE CITIES im vergangenen September hervor. Unter der szenischen Gesamtleitung und Choreographie von Tarek Assam hatten rund 300 Schüler*innen der Gesamtschule Gießen Ost an diesem partizipativ-performativen Orchester-Projekt in der Osthalle teilgenommen. „Das war Identitätsstiftung und Erfüllung des Bildungsauftrages für die Region par excellence“, so Göbel.

Seit 1890 setzt sich der Theaterverein nicht nur für die Belange des Theaters ein, sondern würdigt satzungsgemäß zudem Theatermitglieder, die sich in besonderer Weise um das Theater und dessen Verortung in der Stadt und Region bzw. um dessen Verbindung zu den hier lebenden Menschen verdient gemacht und dadurch in der Öffentlichkeit eine besondere Vorbildfunktion erworben haben. Dazu wurde 2008 auch der mit 5.000 Euro dotierte Theaterpreis „denkmal“ eingerichtet. Die bisherigen Preisträger sind der Leiter des Kinder- und Jugendtheaters Abdul-M. Kunze, der Ausstattungsleiter Lukas Noll, der stellvertretende GMD und Chorleiter Jan Hoffmann sowie Jugendchorleiter Martin Gärtner.

Der diesjährige Preisträger Tarek Assam absolvierte an der Musikhochschule Köln sein Diplom in Bühnentanz und war in der Folge an verschiedenen deutschen Bühnen als Tänzer aktiv. 1990 bekam er die Position des Assistenten und Trainingsleiters am Stadttheater Pforzheim, 1993 erhielt er ein Engagement am Nationaltheater El Salvador. 1995 übernahm er die Leitung der Internationalen Tanzwoche Eisenhüttenstadt und war zudem bis 2003 als Choreograph und Ballettdirektor am Nordharzer Städtebundtheater Halberstadt/Quedlinburg engagiert, wo auch das Festival Tanzart ostwest konzipiert wurde, das er mitgründete und dessen künstlerischer Leiter er bis heute ist.

Neben dem künstlerischen Austausch und gemeinsamen Projekten mit verschiedenen Tanzcompagnien weltweit, wozu auch die Koordination des Greater Bay Festivals in China gehört, würdigte Göbel Assams starke regionale Vernetzung. Durch „viele tänzerische Impulse“ habe er das Tanztheater in Gießen bekannt gemacht und das Gießener Publikum für zeitgenössischen Tanz begeistert. Zu Assams sozialem Engagement gehöre zudem der Einsatz für die Alterssicherung der Tänzer*innen wie die Zusammenarbeit der Tanzcompagnie mit dem Verein „KroKi“ für chronisch kranke Kinder.

Tarek Assam dankte dem Verein „für diesen Ritterschlag der Kultur in Gießen“ und betonte, dass er sich seit nunmehr mehr als sechzehn Jahren in der Stadt an der Lahn sehr wohlfühle. PM


Schlagworte: Kultur & Szene, Stadttheater
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