MIA.

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MIA. – Elektro-Pop-Punk aus Berlin

Samstag, 17.08.2019 | 22:30 Uhr
SWG-Bühne | Kirchenplatz

 

MIA. haben die deutsche Musikszene wie kaum eine andere Gruppe geprägt: Bands mit einer starken Frontfrau sind in der deutschsprachigen Szene nicht mehr wegzudenken. Man könnte meinen, es gab sie schon immer. Doch jemand musste den Anfang machen und die Musikindustrie überzeugen, dass das Konzept aufgeht. Dies übernahm die Berliner Elektropunk-Band MIA. – 20 Jahre ist das inzwischen her. Die damals unbekannten Pioniere wurden schnell zu einem der heißesten Acts der Szene. Heute, zwei Jahrzehnte später, sind sie immer noch, was sie stets gewesen sind: Eine grandiose Live-Band. Alles begann im Jahre 1997, als sich in Berlin eine Schülerband gründete und durchstartete. Nach einigen Namensänderungen nannte sie sich MIA., wohlgemerkt mit Punkt am Ende. Der Vorteil der Buchstabenfolge besteht darin, dass man ihr immer neue Bedeutungen geben kann. „Musik ist alles“, ist da vielleicht die überzeugendste. Doch ohnehin ließ damals, kurz vor dem Millennium, nicht der Name aufhorchen, sondern die Stimme der Frontfrau mit dem seltsamen Namen „Mieze Katz“. Wer da ein possierliches Tierchen vermutete, wurde schon beim ersten Song eines Besseren belehrt: Diese Katze hat Krallen und jede Menge Power. Das hat sich in all den Jahren nicht geändert. Mit ihrer starken Bühnenpräsenz und positiven Ausstrahlung ist Mieze der Mittelpunkt jeden Auftritts, musikalisch getragen und angefeuert von den Bandmitgliedern Andy Penn, „Bob“ Schütze und Gunnar Spies.

„Wir wollten einfach nur unsere Musik machen“

Die Show reißt mit und macht MIA.-Konzerte zu einem Event, das in Erinnerung bleibt. Ende der 90er-Jahre war das alles neu. Und es kam beim Publikum an, zum Erstaunen der Industrie, wie sich Mieze erinnert: „Als wir damals einen Plattenvertrag bekommen hatten, sagten viele: Na dann viel Glück. Aber Geld verdienen könnt ihr damit nicht. Damals gab es keine deutschsprachige Band mit Sängerin als Frontfrau.“ Bekanntlich kam es anders: Die Musikwelt horchte auf und die Industrie fasste Mut. „Wir sind Helden“, „Silbermond“ und „Juli“ profitierten davon und später indirekt auch Formationen wie „Frida Gold“ und „Glasperlenspiel“. Spricht man die Musiker von MIA. heute auf ihre Vorreiterrolle an, heißt es bescheiden: „An so was haben wir damals gar nicht gedacht. Wir wollten einfach nur unsere Musik machen.“ Seitdem folgten viele Meilensteine und Hits.

Welches Label die Fans der MIA.-Musik geben – ob Elektropunk wie in den Anfangsjahren, ob Elektropop oder was auch immer – ist der Band im Grunde egal. Mieze will sich da nicht festlegen. Ihr Angebot für den kleinsten gemeinsamen Nenner: „klassische Bandbesetzung mit elektronischen Einflüssen, kurz Pop.“ Jetzt zum Jubiläum gehen sie wieder auf Tour. 20 Jahre MIA., das soll zelebriert werden und zwar da, wo diese Band hingehört: auf Live-Konzerte, unter Leute. In Hallen, Clubs, auf Festivals und Feste – so auch auf die große Bühne beim Stadtfest Gießen.

 

Video „Fallschirm“

 

Video „Hungriges Herz“

 

 


Schlagworte: Stadtfest 2019
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