Marktplatz

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Erst zum Ende des 19. Jahrhunderts wurde der Wochenmarkt an seinen längst etablierten Ort an Brand- und Lindenplatz und Marktlaubenstraße verlegt. Heute ist der Bereich, der seit seiner Sanierung 2005 mit verglasten und im Dunkeln leuchtenden Wartehäuschen daherkommt, ein Verkehrsknotenpunkt. Insgesamt 18 Buslinien betreiben die Stadtwerke in Gießen. Viele davon steuern den Marktplatz an. Der Knotenpunktcharakter ist nicht neu. Schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts trafen sich die Linien hier im eng bebauten Herzen der Innenstadt. Doch handelte es sich damals nicht um Busse: Ab 1909 verkehrten in Gießen die zwei Straßenbahnlinien „Rot“ und „Grün“, die sich am Knoten trafen. Vom Bahnhof aus fuhr die Grüne in Richtung Neuem Friedhof und passierte dabei unter anderem die Bahnhofstraße und die Marburger Straße. Rot begann am gleichen Startpunkt, um bis zur Grünberger Straße etwa über die Frankfurter Straße und den Seltersweg zu fahren. Unterwegs war man zunächst mit einfachen Triebwagen, die später um Beiwagen ergänzt wurden.

1932 dann die größte Ausdehnung des Netzes mit dem Anschluss des Stadtteils Wieseck. Die Gießener machten reichlich Gebrauch von dem Fortbewegungsmittel, das für die Stadt, in der die Einwohner zuvor ab 1894 Pferdeomnibusse nutzten, ein großer Fortschritt war. Doch der lässt sich eben nicht stoppen: Ab 1953 wurde die alte Bahn schließlich durch Oberleitungs- und Autobusse ersetzt. Und auch wenn der Platz wie zuzeiten der Straßenbahn Verkehrsknoten geblieben ist, hat sich doch vieles verändert. Nicht zuletzt dank der großzügigen räumlichen Anlage haben hier mittlerweile viele Cafés und Läden ihre Heimat gefunden.


Schlagworte: Geschichte, Innenstadt
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