„Made in Gießen“ wird zum Gütesiegel für Gründungsideen

Das Gewinnerteam der JLU (Verena Krakau, vierte von rechts, und Christian Hartmann, fünfter von rechts) bei der Preisverleihung. Foto: Milton Arias

JLU-Team kann erneut „Hessen Ideen“-Wettbewerb für sich entscheiden

„Reellity“ will Fußballtraining revolutionieren

Erneuter Beweis für den enormen Gründergeist an der Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU): Bereits zum zweiten Mal hat ein Team der JLU den Wettbewerb „Hessen Ideen“ für sich entscheiden können. Mit dem Projekt „Reellity“ wollen die Studierenden Verena Krakau (Bachelor Wirtschaftswissenschaften) und Christian Hartmann (Master Biomechanik-Motorik-Bewegungsanalyse) mit einem neuartigen Fußball-Simulator erstmals Möglichkeiten schaffen, bei Fußballern ganz gezielt auch die kognitive Leistungsfähigkeit zu trainieren.

Mit ihrer Präsentation konnten sie am Donnerstagabend im Frankfurter Museum für Kommunikation die Jury überzeugen und nahmen am Ende den mit 5000 € dotierten ersten Preis mit nach Hause. Neben der Auszeichnung erhalten die beiden zudem ein „Hessen Ideen“-Stipendium, mit dem sie neben einer finanziellen Unterstützung ein Coaching- und Qualifizierungsprogramm durchlaufen, um die Idee zur Marktreife zu bringen.
Die Chancen dafür stehen nicht schlecht: Die beiden sind bereits im Kontakt im Profi-Clubs, die sich sehr für ihre Idee interessieren. Krakau und ihr ein Jahr älterer Kommilitone Hartmann, der bereits ein Bachelor-Studium an der Deutschen Sporthochschule Köln absolviert hat, nehmen ganz gezielt den  Leistungssport in den Blick und fragen: Was ist Talent? Was macht einen Weltklasse-Fußballer aus? Die Fähigkeit, die Umwelt schnell wahrzunehmen und daraufhin optimale Entscheidungen zu treffen, legt früh fest, ob ein Fußballer ganz oben mitspielen wird. Das Siegerteam entwickelt mit Hilfe von Virtual-Reality-Technologie (ähnlich wie zum Beispiel in einem Flugsimulator) Mess-, Analyse- und Trainingsverfahren für das wohl wichtigste Kapital eines Fußballspielers – seine kognitive Leistungsfähigkeit.


Das Entrepreneurship Cluster Mittelhessen (ECM) bietet als gesamtuniversitäre Gründungsberatungsstelle allen JLU-Mitgliedern kostenlose, ganzheitliche Beratung an, die sich – gemeinsam mit internen und externen Netzwerkpartnern – über den gesamten Gründungsprozess erstreckt.
Dass neben „Reellity“ auch die beiden anderen nominierten JLU-Teams in den Genuss eines „Hessen Ideen“-Stipendiums kommen, spricht für das große Potential der unternehmerischen Ideen an der JLU – und dies fachbereichsübergreifend: Während „Rootify“ von Ehsan Parsa für die Entwicklung eines Programms zum leichteren Erlernen von Fremdsprachen – etwa auch für Geflüchtete – steht, verfolgt das Gründungsvorhaben „Solarmodule für Tansania“ von Christian Hoffmann den sozialen Ansatz, gebrauchte Photovoltaik-Anlagen mithilfe eines innovativen Verfahrens für eine Nutzung in Tansania aufzubereiten.
Vor zwei Jahren hatte bereits das Team „Variokan“ (Pierre Büttner und Ivana Hrisova) mit einem flexiblen Abwassersystem die erste Auflage des Wettbewerbs gewonnen. Ein Jahr später folgte ein dritter Platz für ein mobiles Wasserdesinfektionssytem des JLU-Studenten Josias Plock. „Hessen Ideen“ ist eine Initiative des Landes Hessen und soll unternehmerische Ideen an den Hochschulen entdecken und fördern. Das Land Hessen unterstützt die Gesamtinitiative mit rund 2,9 Millionen Euro bis 2020.

Weitere Informationen – Kontakt für kostenlose Gründungsberatung an der JLU: www.uni-giessen.de/ecm
Weitere Informationen zum Hessen Ideen Wettbewerb und Stipendium: www.hessen-ideen.de


Schlagworte: Hochschule, JLU, Studium, Wissenschaft
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