Gießkannenmuseum - Vorübergehend geschlossen!

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Gießkannenmuseum - Vorübergehend geschlossen!
Neustadt 28
35390 Gießen


Ab dem 2. Juli 2017 bleibt das Museum wegen Umzugsvorbereitungen vorübergehend geschlossen!

2011 im Vorfeld der „Landesgartenschau 2014“ wurde das Mitmachmuseum in der Neustadt 28 eröffnet. Es verfügt über die Gießkannensammlung, die von Gießener Bürgern und weiteren Spendern zusammengetragen wurde. Längst beherbergt das Museum über viele hundert Exponate. Ein bemerkenswerter Bestand. Sollte man doch meinen, dass die Gießkanne, bestehend aus Wasserbehälter, Griff, Gießrohr und Brausestück, ein vergleichsweise einfacher Alltagsgegenstand ist. Doch die Museumsleute haben eine breite Palette an Varianten etwa in Material, Design, Form und Farbe zusammengetragen. Blaue Kannen, grüne Kannen, gelbe Kannen. Solche für den Innenraum, Gartengerät oder spezielle Exemplare etwa für die Kakteenpflege. Gießgefäße in Form von Hahn und Henne, mit pittoresk gestalteten Grundelementen oder kindgerecht gefertigt.

All das ist zu sehen in dem Haus, dessen Sammlung beständig gewachsen ist. Im besonderen Fokus steht zudem die Geschichte der einzelnen abgegebenen Stücke, und Besucher finden in dem Museum auch ein „Druckgrafisches Kabinett“. Es umfasst 26 Blätter aus dem 19. Jahrhundert, die die Kanne in ganz unterschiedlicher Weise in Aktion zeigt. Geöffnet ist dienstags und donnerstags von 15 bis 19 Uhr. An Feiertagen bleibt geschlossen.

Im Juli 2017 zieht das Gießkannenmuseum in die Sonnenstraße 3 um und erhält so einen besser sichtbaren und erreichbaren Standort in unmittelbarer Nähe zum Botanischen Garten. Die Neueröffnung soll voraussichtlich im September 2017 stattfinden.

Das Gießener Gießkannenmuseum widmet sich dem gebräuchlichen Alltags- und Nutzgegenstand Gießkanne und hebt weniger auf antiquarisch wertvolle oder bedeutsame Einzelstücke ab.

Vielmehr steht der große Formenreichtum des trivialen Gießgefäßes im Mittelpunkt des Sammlungsinteresses. Denn die Gießkanne ist aus formal-ästhetischer Perspektive durchaus interessant. Bestehend aus Gefäß, Tülle, Brausestück und Griff, variiert sie in Design, Material und Wertigkeit und bevölkert Gärten und Fensterbänke in unterschiedlichsten Formen und Farben. Aus Metall, Plastik oder Keramik, in figürliche Formen gepresst oder auf nostalgisch getrimmt, als schicker Design-Gegenstand oder banaler Gartenbedarfsartikel, für drinnen oder draußen, Kinder oder Hobbygärtner – die Gießkanne ist ein Nutzgegenstand, bei dem die Funktion mit unterschiedlichsten Formen verbunden ist.

So sammelt das Gießkannenmuseum Gießkannen für Balkon- und Zimmerpflanzen, Gießkannen für den Garten, sowie Kakteen- und Kindergießkannen. Die Gießkanne von Tante Elli, die ausgediente Spielzeuggießkanne in Elefantenform oder die vererbte und vom Gebrauch gezeichnete Messinggießkanne – die Dinge, an denen persönliche Geschichten, Spuren und Erinnerungen hängen, interessieren das Gießener GießkannenMuseum ausdrücklich. Das ausgediente Gießgerät ist somit mindestens so gerne gesehen wie die eigens für eine Schenkung angeschaffte Neuware, die zum Beispiel durch eine extravagante Form besticht.

So ist eine breite Beteiligung der Gießener Stadtgesellschaft an der spielerischen Idee der Sammlung eine wesentliche Zielsetzung des Gießkannenmuseums. Der Sammlungsbestand wächst durch das Zutun der Gießener Bürgerinnen und Bürger und selbstverständlich auch durch das von Gästen und Sympathisanten. Allein aus Schenkungen oder Dauerleihgaben speist sich somit der Fundus und bleibt mit seinen vielen Stifterinnen und Stiftern verbunden.

Druckgrafischen Kabinett im Gießkannenmuseum

Durch einen glücklichen Umstand ist das Gießkannenmuseum zu einigen schönen Druckgrafiken aus dem späten 19. Jahrhundert gekommen, auf denen Gießkannen in unterschiedlichen Kontexten zu sehen sind.
Die Sammlung von 26 Blättern ist in einem eigens dafür eingerichteten kleinen Kabinett in den großzügigen Räumlichkeiten des GießkannenMuseums zu sehen.
Auf Holz- und Kupferstichen, Lithografien und Illustrationen zeigt sich die Gießkanne mal als Protagonist, mal als eher beiläufiges Bilddetail. So tritt sie unter anderem als wässerndes Gartengerät, als zweckentfremdetes Musikinstrument oder als improvisiertes Behältnis für den eben getätigten Fischfang ins Bild. Besonders formenreich erscheint die Gießkanne auf den grafischen Blättern. Sie ergänzt die bisherige Sammlung realer Exponaten bildnerisch vortrefflich um einige historische Stücke, die bislang noch im Sammlungsbestand fehlen.

Es können auch Gruppenführungen zu individuellen Terminen gebucht werden. Eine Anmeldung hierfür ist mindestens 3 bis 4 Wochen vor dem gewünschten Termin ratsam (Tel.  0641 – 306 2028 o. info@giesskannenmuseum.de). Für die Gruppenführung (mit max. 30 TeilnehmerInnen) wird eine Gebühr von 30,- € erhoben. Für Schulklassen und Kinder gibt es speziell abgestimmtes Programm.

Nach wie vor freut sich das Museumsteam über Gießkannenspenden. Aufgrund der inzwischen auf über 1000 Exemplare angewachsenen Sammlung und der begrenzten Archive werden nun bevorzugt außergewöhnliche Kannen und solche, hinter denen sich besondere Geschichten verbergen, gesammelt.

Öffnungszeiten: jeweils freitags und samstags zwischen 15 und 18 Uhr (an Feiertagen und zwischen den Jahren geschlossen)

Weitere Infos: www.gießkannenmuseum.de


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