Burg Vetzberg

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Burg Vetzberg
Burgstraße
35444 Biebertal


Die Oberburg mit dem Bergfried wurde wahrscheinlich in der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts erbaut. Sie ist 1150 erstmals urkundlich erwähnt. 1226 wird sie dann als Vogtisberg bekundet. Diese Bezeichnung, aus der der heutige Name abgeleitet ist, besagt, dass die Burg eine Zweitburg der Grafen von Gleiberg war und von deren Vögten besetzt war. Ab Mitte des 13. Jahrhunderts wurde die Anlage durch den Bau der Unterburg erweitert.

Der 1226 erwähnte Konrad von Dernbach gilt als Stammvater der besonders im 14. und 15. Jahrhundert bedeutenden Vetzberger Ganerbschaft, in die sich im Laufe der Zeit durch Erbfälle bis zu 34 Ganerben teilten. Von diesen machten einige durch ungezügeltes Raubrittertum von sich reden, für das sie die Vetzburg als Stützpunkt nutzten. Erst als der „Ewige Landfrieden“ von 1495 diesem Treiben ein Ende setzte, verliessen die letzten Vetzberger Ganerben die nun bedeutungslos gewordene Burg. Die zuletzt noch verbliebenen vier Ganerben verkauften 1765 ihre Rechte und Besitzungen an die Fürsten von Nassau-Weilburg. Die strategisch und militärisch inzwischen wertlose Burg verfiel allmählich.

Heute sind nur noch der 21,7 m hohe Bergfried, die Giebelwand des Palas, Teile der Ringmauern und Reste der Unterburg erhalten. Im Bergfried befinden sich drei mit Kuppelgewölben überdeckte Stockwerke. Der heutige Zugang zum Turm wurde 1935 eingebaut; die ursprünglichen Eingänge befanden sich auf 8,60 m und 12,80 m Höhe im mittleren Stockwerk. Der Turm ist heute als Aussichtsturm begehbar.

Seit 1965 bemühen sich der in diesem Jahr gegründete Vetzberg-Verein und die Gemeinde Biebertal, in deren Besitz sich die Burg seit 1970 befindet, um den Erhalt der Burganlage.

Quelle: wikipedia.org


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