Jungunternehmer in Gießen: Sönke Müller und das Gartenzauberwerk

Sönke Müller legt auch gerne einmal selbst Hand in den Gärten an.
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Sommerzeit = Gartenzeit. Doch nicht alle, die gerne einen gemütlichen und schönen Garten besitzen, haben auch Zeit, die nötigen Pflege- und Instandhaltungsarbeiten vorzunehmen. Ein Fall für Sönke Müller und sein Team vom Gartenzauberwerk Mittelhessen.

Im Herbst 2014 hat Müller, der Betriebswirtschaft studiert hat, sich mit dem Gartenzauberwerk Mittelhessen selbstständig gemacht. Das Gartenzauberwerk vermittelt angelernte, zumeist studentische Hilfskräfte für leichte Gartenarbeiten wie Rasen mähen, Laub rechen, Unkraut jäten oder Hecke schneiden an Gartenbesitzer, denen die Zeit oder Muße dazu fehlt. Darüber hinaus kann man über das Unternehmen auch ausgebildete Landschaftsgärtner oder Forstwirtschaftler – so genannte Senior-Mitarbeiter – buchen, die etwa planerische Aufgaben, Baumfällungen oder das Setzen von Trockenmauern übernehmen. Doch auch, was nicht direkt im Portfolio steht, ist unter Umständen möglich. Müllers Devise: „Geht nicht, gibt’s nicht“, und so hat das Gartenzauberwerk auch schon einmal den Aufbau einer Schaukel und eines Sandkastens übernommen.

Franchisesystem bietet viele Vorteile

Schon während des Studiums war für den 25-jährigen Sönke Müller klar, dass die Selbstständigkeit für ihn der richtige Weg ist. Der Zufall wollte es, dass er Kontakt zum „Gartenzauberwerk“ bekam, denn die Idee stammt nicht von ihm selbst, sondern aus Hamburg. „Die sind auf mich zugekommen“, berichtet er, und das Konzept habe ihm gleich zugesagt. Also eröffnete der Einzelunternehmer Müller die mittelhessische Dependance als Franchise. Das Franchisesystem brachte ihm viele Vorteile: So existierten bereits ein fertiges Marketingkonzept und eine Webseite, in die seine Filiale integriert werden konnte. Auch Werbematerialen gab es bereits. „So konnte ich mich gleich ums operative Geschäft kümmern“, lobt Müller.

Werbung für das Gartenzauberwerk macht er meistens per Flyer – viele hat er persönlich in die Briefkästen in Gießen und Umgebung geworfen. Nicht ohne Erfolg, denn das Gartenzauberwerk Mittelhessen ist gut gebucht – 39 Mitarbeiter hat Müller derzeit beschäftigt, davon 25 Gartenzauberer, vier Senior-Mitarbeiter und vier Flyerverteiler. Mit dem Gartenzauberwerk Mittelhessen deckt der Jungunternehmer den Bereich Gießen, Wetzlar, Marburg und das jeweilige Umland ab. Müller erweitert sukzessive und baut das Engagement in Gießen und Wetzlar gerade aus.

Gartenarbeit als Ausgleich zum Studium

Ganz wichtig ist ihm dabei, dass die jeweils eingesetzten Mitarbeiter aus der Umgebung kommen und somit nicht weit fahren müssen: „Ich schicke in der Regel keinen Mitarbeiter aus Gießen nach Marburg und umgekehrt“, sagt der Chef. Den Mitarbeitern gefällt ihr Job, denn beim „Gartenzauberwerk“ bewerben sich vor allem junge Leute, die gerne draußen sind und die Gartenarbeit als spannenden Ausgleich zum Studieren und Lernen betrachten. Die Gartenbesitzer buchen die Gartenzauberer unterschiedlich oft – bei manchen übernehmen sie regelmäßig Tätigkeiten wie Rasen mähen oder Unkraut jäten, bei anderen kommen sie zweimal in der Saison, um den Garten frühlings- beziehungsweise winterfit zu machen.

Gibt es einen neuen Potenzialkunden, besucht Sönke Müller diesen zunächst persönlich, um sich ein Bild vom Grundstück und den anstehenden Aufgaben zu machen. So lässt es sich besser planen, wie viele Personen gebraucht werden und ob eventuell sogar mehrere Einsatztage nötig sind. Terminvereinbarungen sind rund um die Uhr unter www.gartenzauberwerk.de möglich. Sönke Müller ist unter mittelhessen@gartenzauberwerk.de per E-Mail erreichbar sowie unter Telefon: 0641-35099709.

GMS Sport und die raumstation 3539

Doch das Gartenzauberwerk ist nicht Sönke Müllers einziges Standbein. Er ist außerdem einer von zwei Geschäftsführern beim Gießener StartUp GMS Sports, das mobile Kletterwandlösungen für Schulen, Jugendzentren und Vereine entwickelt und vertreibt. Gemeinsam mit anderen Jungunternehmern und Gießener Kreativen hat er außerdem die Genossenschaft „raumstation 3539“ ins Leben gerufen, die Gießener Kreative, Initiativen und StartUps besser vernetzen und sich den Leerständen in der Stadt annehmen will.


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