Jungunternehmer in Gießen: "Bosseln & Kallen"

Till Hadwiger (links) und sein Mitarbeiter Navid servieren aus dem Food-Truck leckere BOKAS.
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Amerikanisches Beef.  „Bone Suckin‘ Mustard“. Hausgemachtes Zwiebel-Chutney. Wem bei diesen Worten das Wasser im Munde zusammenläuft, der ist bei „Bosseln und Kallen“ genau an der richtigen Adresse. Das ist nämlich drin in ihrem „BOKA Beef“, einem gefüllten Brötchen. Wobei das viel zu profan klingt. Sandwich? Trifft es auch nicht. Ein „BOKA“ halt. Natürlich gibt es auch noch Varianten mit Schwein, mit Huhn oder vegan. Apropos richtige Adresse: Das ist genau das Stichwort. „Bosseln und Kallen“ sind nämlich mobil. Mit einem Food-Truck bringen sie seit 2015 ihr Essen unter die Leute – und sind in Gießen mittlerweile eine feste Größe.

„Wir wollten etwas auf die Straße bringen, was schmeckt.“ So einfach klingt es, wenn Till Hadwiger die Vision erklärt, die er und sein Kollege Marcel Schüssler hatten. Ein Revival und ein Upgrade der Imbiss-Kultur gewissermaßen. Und ein bisschen gesund sollte es auch noch sein. Fast Food, das kein Fast Food ist, so wie man es kennt. Ein halbes Jahr haben die beiden Köche an ihrem „BOKA Beef“ getüftelt. Inklusive der Entwicklung eines eigenen Brötchens in Kooperation mit der heimischen Traditionsbäckerei Schäfer. Einige Rezepte wurden im Lauf der Zeit noch weiter verändert und optimiert, bis sie in ihrer jetzigen Form standen. Alles ist handgemacht: Vom Zwiebel-Chutney über den Süßkartoffelsalat bis hin zum Chocolate Fudge Brownie. Und wie man etwas mit den Händen macht, das haben Till Hadwiger und Marcel Schüssel als Köche von der Pike auf gelernt.

Pläne entstanden in Australien

Till Hadwiger hat es vom Kloster Arnsburg unter anderem ins Gießener „Dachcafé“ und bis nach Sydney an die unterschiedlichsten Kochtöpfe verschlagen. Marcel Schüssler zog es nach seiner Ausbildung in die Sterne-Restaurants des hohen Nordens, bevor er zurück nach Gießen ins „Tandreas“ kam. Dort haben sich die beiden auch kennengelernt. Die ersten Pläne, etwas Eigenes auf die Beine zu stellen, wurden dann in Australien geschmiedet, wo Hadwiger gekocht und Schüssler ihn besucht hat. Aus ihrer Erfahrung in Sterne-Küchen heraus waren beide verwöhnt, was die Produkte angeht. Qualität war von Anfang an ein Muss. Und sie wollten relativ breit aufgestellt sein, was das Catering angeht, erklärt Till Hadwiger. Auf der Mittagskarte des Food-Trucks stehen neben den vier „BOKA“-Varianten noch Chips mit Zitronen-Thymian-Salz, Salate und etwas Süßes. Wer „Bosseln und Kallen“ für eine Feier oder eine Veranstaltung bucht, der bekommt aber natürlich auch andere Dinge – von Sushi-Variationen bis Gourmet-Barbecue, von Fingerfood bis Flying Buffet. Mit Truck oder auch ohne.

„Bosseln und Kallen“ kommt aus dem Manischen

„Handgemacht. Ehrlich. Lecker.“ Mit diesem Slogan treten Till und Marcel seit 2015 an. Im Hintergrund gibt es dann noch den Dritten im Bunde – Oliver Kruse. Er ist für Marketing und Finanzen zuständig. Nach dem „Gianoli“ in der City ist „Bosseln und Kallen“ sein zweites Gastro-Projekt in Gießen. Der Name „Bosseln und Kallen“ stammt übrigens aus dem Manischen und bedeutet so viel wie „Arbeiten und Essen“.  Zu trinken gibt es natürlich auch etwas, nämlich nach eigenem Rezept hergestellte Limonade. Deutsche Imbiss-Kultur trifft also auf das Prinzip Food-Truck, das aus Amerika kommt und hochwertiges Essen zu fairen Preisen beinhaltet. Und das außerdem noch äußerst schick aussieht: „Bosseln und Kallen“ sind mit einem Original MT 45 Freightliner unterwegs – knallrot lackiert und obenauf eine Hand, die ein halb-Gabel-halb-Schraubenschlüssel-Besteck hält. Auch das wieder ein Bezug auf den Ursprung des Namens. Essen und Arbeiten. „Bosseln und Kallen“. Und natürlich ist eine komplett ausgestattete Profi-Küche drin.

„Vom Banker bis zum Arbeiter ist alles mit dabei“ – Till Hadwiger

Wer jetzt auf den Geschmack gekommen ist, kann über die Facebook-Seite der Jungs Ausschau nach dem nächsten Standort oder Event halten, auf dem sie mit ihrem Food-Truck aufschlagen. Regelmäßiger Standort ist der Vorplatz der Kogresshalle Gießen, außerdem sind sie manchmal auch auf dem Parkplatz der Stadtwerke anzutreffen.  Aber: Auf jeden Fall die aktuellen Tourdaten vorher checken, um sicherzugehen, dass die Jungs nicht anderswo unterwegs sind. Dass sie mit ihrem Food-Truck die unterschiedlichsten Menschen ansprechen und antreffen – das ist etwas, das ihnen besonderen Spaß macht. „Vom Banker bis zum Arbeiter ist alles mit dabei“, sagt Till Hadwiger. Kontaktscheu darf man eben nicht sein, wenn man in einem Food-Truck kocht. Als Kunde aber auch nicht unbedingt. Ansprache gibt es von Till, Marcel und ihren Mitarbeitern zu jeder Bestellung gerne obendrauf. Und die wird immer ganz persönlich überreicht, nachdem die Order auf den Vornamen registriert wurde.

Info: www.bosseln-kallen.de

 


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