Florian Ludwig wird neuer musikalischer Chef am Stadttheater Gießen

Der Dirigent Florian Ludwig wird für die Interimszeit der beiden Spielzeiten 20_21 und 21_22 die künstlerische Leitung des Philharmonischen Orchester Gießen übernehmen und den Titel Generalmusikdirektor tragen.

Mit Florian Ludwig gewinnt das Stadttheater einen im Musiktheater- und Konzertbereich vielfach leitungserfahrenen Chefdirigenten mit überregionaler Reputation, der die erreichte hohe musikalische Qualität des Theaters sowie seines Philharmonischen Orchesters erhalten und weiter steigern wird. Das Theater freut sich sehr, einen so hoch qualifizierten künstlerischen Partner gewonnen zu haben, der zusätzlich zu seiner Arbeit mit dem Orchester auch das Profil des Konzertbereiches durch seine bekanntermaßen herausragend vielfältigen Programme bereichern und frische Impulse auch im Musiktheater setzen wird. (Unabhängig von diesem Engagement für die Interimszeit bis 2022 läuft das Bewerbungsverfahren für den oder die GeneralmusikdirektorIn des Stadttheaters ab der Spielzeit 2022_23; Florian Ludwig steht für diese Aufgabe nicht zur Verfügung.)

Eine weitere Entscheidung im Musikbereich des Theaters ist dieser Tage zusätzlich gefallen. Martin Spahr wird ab der Spielzeit 2020/21 als Erster Kapellmeister am Stadttheater Gießen tätig sein. Nachdem Spahr 2015 mit dem Philharmonischen Orchester Gießen seit Konzertexamen abgelegt hat, ist er hier als Repetitor, Kapellmeister und musikalischer Leiter der Schauspielsparte beschäftigt. Bereits während seines Orchesterleitungs-Studiums an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main war er dem Theater seiner Heimatstadt als Sänger und Dirigent verbunden.
Besondere Beachtung erreichte Spahr in Gießen mit der musikalischen Leitung der Schnittke-Oper LEBEN MIT EINEM IDIOTEN, der Tanztheater-Uraufführung TITUS ANDRONICUS, Ludger Vollmers Opernfassung von GEGEN DIE WAND sowie Heiner Goebbels’ szenischem Konzert SURROGATE CITIES, das großformatig mit rund 400 Beteiligten in der Gießener Osthalle zur Aufführung kam.

Von seinem einjährigen Gastengagement als 1. Chordirektor an der Semperoper in Dresden wird der stellvertretende GMD und Chordirektor des Hauses, Jan Hoffmann, zurückkehren, sodass dann ab August 2020 das musikalische Leitungsteam um Florian Ludwig vollständig sein wird.


Der Dirigent Florian Ludwig wurde in Franken geboren und studierte Dirigieren und Liedbegleitung an der Hochschule für Musik in München; seine Laufbahn als Kapellmeister führte ihn zunächst ans Nationaltheater Mannheim und an das Theater Bremen; von 2008 bis 2017 gelang ihm als GMD in Hagen die künstlerische und stilübergreifende Weiterentwicklung des Philharmonischen Orchesters und wurde 2014_15 vom Verband der Deutschen Musikverleger mit dem Preis für das beste Konzertprogramm ausgezeichnet. Ludwig ist gern gesehener Gastdirigent an zahlreichen renommierten Opernbühnen und Festivals sowie bei den Bremer Philharmonikern, den Hamburger und Münchner Symphonikern sowie beim MDR Sinfonieorchester Leipzig; ferner dirigierte er bereits das Tonhalle Orchester Zürich, das Sinfonieorchester der Stadt Kuopio in Finnland und das Kaunas Sinfonieorchester in Litauen. Seit 2015 widmet sich Florian Ludwig zudem im Rahmen einer Professur für Orchesterleitung an der Hochschule für Musik Detmold der Ausbildung von Dirigentinnen und Dirigenten.
In Gießen fiel Florian Ludwig erstmalig Ende der vergangenen Spielzeit positiv auf, als er ein Konzert mit Gustav Mahlers 5. Sinfonie zu einem grandiosen Erfolg führte; auch in der laufenden Saison zeichnet er für mehrere Produktionen als musikalischer Leiter verantwortlich.

Martin Niklas Spahr ist als Kapellmeister, kommissarischer Chordirektor und musikalischer Leiter der Schauspielsparte am Stadttheater Gießen engagiert, wo er ab der Saison 2020/21 als Erster Kapellmeister tätig sein wird. Bereits während seines Orchesterleitungs-Studiums bei Prof. Wojciech Rajski war er dem Haus als Sänger und Dirigent verbunden.
Kern seines Repertoires bilden neben dem zeitgenössischen Musiktheater insbesondere Instrumentalkonzerte. 2017 leitete Spahr die der Uraufführung des Tanztheaterabends TITUS
ANDRONICUS, das vom Münchner Komponistenkollektiv 48nord für das Philharmoische Orchester Gießen komponiert wurde. Besondere Beachtung erreichte Spahr mit der musikalischen Leitung der Schnittke Oper LEBEN MIT EINEM IDIOTEN und Heiner Goebbels‘ szenischem Konzert SURROGATE CITIES.
2018 debütiert Martin Spahr im Rahmen der Osterfespiele Baden-Baden und den Internationalen Maifestspielen Wiesbaden, 2019 beim Klangspuren-Festival in Innsbruck und Schwaz.
Auf dem Konzertpodium verantwortet er am Stadttheater Gießen die Examenskonzerte in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Dastellende Kunst Frankfurt am Main, in denen Konzertexamensstudierende mit dem Philharmonischen Orchester Gießen ihre Abschlussprüfung absolvieren. Darüber hinaus leitet Spahr Kinderkonzerte dies uns jenseits des Repertoires, deren partizipativer Ansatz, mit zum Teil über 300 beteiligten Kindern auf der Bühne, bei Teilnehmenden und Publikum auf große Resonanz stößt.
Als Komponist und Arrangeur verfasste er neben Partituren für verschiedene Projekte des Stadttheaters auch das Arrangement der Offenbach-Operette HÄUPTLING ABENDWIND und gewann mit dem beteiligten Team den monatlichen Operettenpreis des Bayrischen Rundfunks.
Ferner zeichnet Martin Spahr für die Musik verschiedener Schauspiel-Produktionen verantwortlich.
Weitere Dirigate führten ihn u.a. an die Polnische Kammerphilharmonie, die Philharmonie Südwestfalen, zum Ensemble Reflektor, der Internationalen Ensemble Modern Akademie, in den Mozart-Saal der Alten Oper Frankfurt, die Hugenottenhalle Frankfurt, sowie zu den Wetzlarer Festspielen, deren Musical-Uraufführung LOTTE er musikalisch leitete und wofür er 2016 in der Kategorie Beste musikalische Gestaltung für den Deutschen Musicalpreis nominiert war. Seit 2019 ist er zudem ständiger Dirigent des Kursinfonieorchester Bad Nauheims.
Spahr ist Alumnus der Akademie Musiktheater heute der Deutschen Bank Stiftung.

 


Schlagworte: Kultur & Szene, Stadttheater, Theater
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