Premiere - PUMUCKL – Das Musical im Gießener Stadttheater

Meister Eder: Tomi Wendt Pumuckl: Tom Schimon Foto: Rolf K. Wegst Nutzungsrechte beim Urheber
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Datum/Zeit
03.11.2018
19:30

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Südanlage 1
35390 Gießen


„Hurra, hurra, der Pumuckl ist da!“

Musical von Franz Wittenbrink und Anne X. Weber | nach Ellis Kaut

Er ist rothaarig, klein, frech und in der Regel unsichtbar – wenn er nicht gerade am Leimtopf des gutmütigen Schreinermeisters Eder festklebt. Die Rede ist natürlich von Pumuckl, seines Zeichens Nachfahre der Klabauter. Kurz nach der Münchner Uraufführung erobert Pumuckl nun Hessen – als Musical für die ganze Familie. Ab dem 3. November um 19.30 Uhr ist PUMUCKL – Das Musical am Stadttheater Gießen zu sehen. Das Philharmonische Orchester Gießen spielt unter der Leitung von Andreas Kowalewitz.

Bis heute kennt jedes Kind die zeitlosen Geschichten von Ellis Kaut rund um den quirligen Kobold, ob als Buch, Hörspiel oder TV-Serie. Höchste Zeit also für den bayerischen Wirbelwind, der mit Vorliebe Eders Schreinerwerkstatt unsicher macht und für mancherlei folgeschweren Schabernack zwischen den Sägespänen und in der verblüfften Nachbarschaft sorgt, nun auch musikalisch die Bühnenbretter zu stürmen. Der für seine pfiffigen Liederabende bundesweit berühmte Theatermacher Franz Wittenbrink zeichnet mit Anne X. Weber für eine moderne Musicalfassung von Pumuckls Abenteuern verantwortlich, die bodenständige bayerische Rhythmen mit schwungvollen, eingängigen Melodien verbindet, angereichert mit vielfältigen Stil-Anleihen. Mal erinnert die Musik an Bach, Jazz oder Swing, dann wieder werden zeitgenössische Elemente zitiert, stets ironisch gebrochen: Denn auch die Partitur steckt voller geistreichem Schabernack.

Die Inszenierung liegt mit Oliver Pauli in den Händen eines ausgebildeten Musicaldarstellers. Er erzählt, angelehnt an die klassischen Pumuckl-Episoden „Spuk in der Werkstatt“, „Das Schlossgespenst“ und „Der große Krach“, eine vergnügliche wie zeitlose Geschichte, die auch ernste Momente nicht scheut: Wie es dem frechen, aber stets liebenswerten Quälgeist gelingt, das Leben des alleinstehenden Schreinermeisters ordentlich auf den Kopf zu stellen und so dessen Lebensgeister aufs Neue zu wecken. Das Bühnenbild von Monika Gora und die Kostüme von Thomas Döll führen mit Liebe zum Detail in Eders Schreinerwerkstatt mit Hobelbank und Sägespänen, in den Biergarten oder ins gräfliche Schloss – und auch die Schiffschaukel darf nicht fehlen. Choreographische Feinheiten hat Anthony Taylor mit dem Ensemble erarbeitet.

Die Titelfigur ist mit den Musicaldarstellern Tom Schimon, der in Gießen bereits in AB IN DEN WALD zu sehen war, bzw. Christian Schleinzer doppelt besetzt. Sie agieren als Darsteller, Sänger, Sprecher, Tänzer und als Puppenspieler, denn immer dann, wenn der Kobold sichtbar wird, ist er auch als Puppe auf der Bühne. Ideal besetzt ist der Meister Eder mit dem bayrischen Bariton Tomi Wendt, Michaela Christl übernimmt die Partie von Frau Steinhauser und Gräfin. In weiteren Rollen agieren Maja Gandenberger, Sonja Hermann, Johanna Malecki, Michaela Wehrum, Chul-Ho Jang, Marcus Licher und Markus Rührer. Der Kinder- und Jugendchor unter der Leitung von Martin Gärtner ist als Schulklasse und Uhrengeister zu erleben.

Ein Spaß für Groß und Klein! Oder, um es mit Pumuckl zu sagen: „Alles was sich reimt, ist gut!“

Weitere Vorstellungen: 03., 11. November; 02., 08. Dezember 2018 | 19.30 Uhr, 30. und 31. Dezember 2018 | 18:00 Uhr, 30. Januar 2019 | 19:30 Uhr

Musikalische Leitung: Andreas Kowalewitz / Martin Spahr | Inszenierung: Oliver Pauli | Bühne: Monika Gora | Kostüme: Thomas Döll | Choreographie: Anthony Taylor | Leitung Kinder- und Jugendchor: Martin Gärtner | Dramaturgie: Christian Münch-Cordellier

Es singen und spielen:

Tomi Wendt (Meister Eder), Tom Schimon / Christian Schleinzer (Pumuckl), Michaela Christl (Frau Steinhauser / Gräfin), Sonja Herrmann (Gerti Schmitt / Lehrerin), Maja Gandenberger / Lilly Stahl (Hanna), Marcus Licher (Chauffeur / Schubert), Chul-Ho Jang (Butler Jakob / Bartel), Markus Rührer (Schlosser Schmitt), Michaela Wehrum (Vroni / Wirtin), Johanna Malecki (Vreni / Monika Steinhauser)

Mit: Kinder- und Jugendchor des Stadttheater Gießen / Philharmonisches Orchester Gießen

Kartenvorverkauf: Haus der Karten


Biografische Informationen der Gäste

Andreas Kowalewitz (Musikalische Leitung) stammt aus Hannover und absolvierte an der dortigen Hochschule für Musik und Theater ein Klavier- und Dirigierstudium. Es folgten Engagements als Dirigent an den Theatern Kassel, Dortmund, Essen, Nürnberg, Bonn, Brüssel und München. Er konzertierte u.a. mit dem Bochumer Symphonikern, der Deutschen Radio Philharmonie Saarbrücken-Kaiserslautern, der Württembergischen Philharmonie Reutlingen, dem WDR Rundfunkorchester, dem Münchener Kammerorchester und dem Athener Staatsorchester. Als Pianist spielt er mit den Ensembles Cellikatessen und Lachmusik, außerdem arbeitet er als Arrangeur u. a. für den BR, den WDR und die Blechbläser der Berliner Philharmoniker.

Am Münchener Staatstheater am Gärtnerplatz ist Kowalewitz seit 2003 als Kapellmeister engagiert und dirigierte dort zahlreiche Stücke in allen Sparten des Musiktheaters, so beispielsweise TSCHITTI TSCHITT BÄNG BÄNG, BUSSI – DAS MUNICAL und die Uraufführung von GEFÄHRLICHE LIEBSCHAFTEN, wofür er mit dem Deutschen Musical Preis 2015 für die „Beste Musikalische Gestaltung“ ausgezeichnet wurde. Am Stadttheater Gießen zeichnete er bereits mit großem Erfolg für die musikalische Leitung von CABARET und DER KUSS DER SPINNENFRAU verantwortlich.

Monika Gora (Bühne), geboren in Niederbayern, studierte von 1989–93 am Mozarteum Salzburg Bühnen- und Kostümbild bei Prof. Galleé und Prof. Kapplmüller. Es folgte ein Engagement als Bühnenbildassistentin am Schauspiel Essen. Seit 1995 arbeitet Monika Gora als freie Bühnen- und Kostümbildnerin. Eine sehr schaffensreiche Zeit mit über 130 Produktionen führte sie u.a. an das Theater Lübeck, die Staatstheater Oldenburg, Braunschweig, Mainz und Meiningen, das Schauspiel Essen, die Vereinigten Bühnen Krefeld/Mönchengladbach, die Oper Erfurt, die Stadttheater Bielefeld, Konstanz, Gießen und Oberhausen. Von 2007 bis 2010 war Monika Gora Ausstattungsleiterin am Theater Bremen sowie von 2010 bis 2017 Ausstattungsleiterin für Kostüm/Maske/Requisite bei den Bayreuther Festspielen. Dies beinhaltete die Leitung der Kostümabteilung und zusammen mit dem Chefmaskenbildner Alexander Gehs die Leitung der Maskenabteilung der Festspiele. Seit ihrer Wahl als Fachgruppensprechern der Kostümleiter sind Oliver Mölter und Monika Gora für die Gesellschaft der Theaterkostümschaffenden e.V. aktiv; seit Juni 2013 ist Monika Gora gemeinsam mit Angelika Laubmeier Vorstand der GTKos.

Thomas Döll (Kostüme) machte zunächst eine Ausbildung als Feinmechaniker und besuchte dann die Fachoberschule für Gestaltung in Gießen. Es folgten ab 2000 Tätigkeiten als Hospitant, Requisiteur, Beleuchter, Ausstattungsassistent und Regieassistent am Stadttheater Gießen sowie als Filmrequisiteur beim HR Frankfurt. Von 2002 bis 2005 war er am Theater Erfurt als Ausstattungsassistent beschäftigt, danach bis 2013 als Ausstattungsassistent am Stadttheater Gießen; seither ist er freiberuflich tätig. Gastengagements führten ihn an die Theater von Bern, Coburg, Erfurt und Lübeck sowie an die Komödie Kassel und die Kammerspiele Paderborn. Neben zahlreichen Assistenzen war er in Gießen beispielsweise für die Bühne und/oder Kostüme für MUTTERS COURAGE, TORTUGA, TRUE DYLAN, DIE FROMME HELENE, DER MANN IM TURM, NORWAY.TODAY, MOTTE & CO und DIE 39 STUFEN verantwortlich. Zuletzt realisierte er in Gießen u.a. die Ausstattungen zu KÖNIG ÖDIPUS, SPIEL DES LEBENS, SONNY BOYS und DIE SCHMACHTIGALLEN LANDEN EINEN HIT. In der Spielzeit 2018/19 zeichnet er verantwortlich für Kostüme in PUMUCKL – Das Musical sowie JUPP – EIN MAULWURF AUF DEM WEG NACH OBEN, Bühne und Kostüme in Mord a cappella – unter Verdacht DIE SCHMACHTIGALLEN und die Ausstattung von SURROGATE CITIES.

Anthony Taylor (Choreographie), gebürtiger Engländer, erhielt seine Ausbildung an der Rambert School of Contemporary Dance and Ballet in London. Er war Tänzer in London, Dortmund, Düsseldorf, Bremen und Kiel. Von 1982-2011 war er Ballettdirektor am Stadttheater Koblenz. Gastchoreographische Arbeiten in Schauspiel, Oper und Musical führten ihn nach Hamburg, Bochum, Düsseldorf, Köln, Frankfurt, München, Nürnberg, Linz und Wien.

Tom Schimon (Pumuckl) wurde in Österreich geboren. Nach einem Musicallehrgang an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien studierte er Musicalgesang an der Bayerischen Theaterakademie August Everding in München. Bereits während seines Studiums spielte er den Wolf (AB IN DEN WALD) an der Neuen Studiobühne Wien, außerdem Rajah Bimmy (ON THE TOWN) am Staatstheater Nürnberg und den Piccolo (IM WEISSEN RÖSSL) beim Kultursommer Garmisch-Partenkirchen. Nach seinem Studium interpretierte er 2010 am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz Tobias Ragg (SWEENEY TODD), 2011 bei den Schlossfestspiele Ettlingen Angel (RENT) und 2012 am Hafen Innsbruck Seymour (DER KLEINE HORRORLADEN). Zu seinen weiterem Engagements zählen Nick Piazza (FAME) am Theater Basel, Tobias Ragg an der Volksoper Wien und Gremio (KISS ME, KATE) bei den Bad Hersfelder Festspielen 2014. Zuletzt war er als Action (WEST SIDE STORY) an der Oper Leipzig zu erleben. Eine wiederholte Zusammenarbeit verbindet Tom Schimon mit dem Musicalregisseur Matthias Davids. Als Filmschauspieler wirkte er u.a. in Caroline Links IM WINTER EIN JAHR mit. In der Spielzeit 2016/17 gastierte Tom Schimon als Hans in Stephen Sondheims AB IN DEN WALD am Stadttheater Gießen.

Michaela Christl (Frau Steinhauser / Gräfin) absolvierte ihre Musical- und Sologesangsausbildung am Konservatorium der Stadt Wien, studierte Schauspiel an der New York Performance School und nahm zusätzlich privaten Unterricht in Gesang, Tanz und Schauspiel. Seither war sie in vielen Theater- und Musicalproduktionen zu sehen. So spielte sie u.a. am Wiener Volkstheater und am Theater an der Wien die Gräfin Esterhazy in ELISABETH, an der Grazer Oper die Sheila in HAIR, am Wiener Raimundtheater u.a. Mrs. Danvers in REBECCA, im Ronacher Wien in FRÜHLINGSERWACHEN (ALLE ERWACHSENEN FRAUEN), am Landestheater Linz die Lisa in JEKYLL & HYDE sowie in der Jubiläums-Produktion der Vereinigten Bühnen Wien Madame Giry in der konzertanten Version von DAS PHANTOM DER OPER. Diese  Rolle verkörperte sie auch als Premierenbesetzung in der Neuen Flora in Hamburg und Oberhausen. Für SWEET CHARITY (Helen) ging sie an das St. Pauli Theater nach Hamburg, spielte u.a. Lorraine an der Seite von Ethan Freeman in der deutschsprachigen Erstaufführung des Musicals DRACULA in Basel und Ellen in MISS SAIGON bei den Thuner Seespielen.

Die Mezzosopranistin spielte in Opernproduktionen, wie beispielsweise in SCHLAFES BRUDER von Herbert Willi mit der Neuen Oper Wien, sowie in Peter Konwitschnys Inszenierung von DON CARLOS an der Wiener Staatsoper, wo sie als Moderatorin durch das Autodafé führte, sowie beim Carinthischen Sommer (Werke von Darius Milhaud). Vom Opernfestival Gut Immling wurde die Mezzosopranistin zur solistischen Mitwirkung bei der Uraufführung DER BRANDNER KASPER – EINE BAIRISCHE OPER sowie als Nirenus in Händels JULIUS CAESAR eingeladen.
Im Sommer 2018 verkörperte sie an der Bühne Baden die Rolle der Blanche in der umjubelten österreichischen Erstaufführung von BONNIE UND CLYDE.


Schlagworte: Bühne, Familie, Kinder, Stadttheater, Theater
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