Matthew Cowan "The Scream of the Strawbear"

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Datum/Zeit
06.09.2019 - 17.11.2019
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Kunsthalle Gießen
Berliner Platz 1
35390 Gießen


Eröffnung: Freitag, 6. September 2019, 19 Uhr, Kunsthalle Gießen / Hermann-Levi-Saal
Begrüßung: Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin Stadt Gießen/Einführung: Dr. Nadia Ismail, Leiterin Kunsthalle Gießen und Kuratorin der Ausstellung
Dr. Katharina Weick-Joch, Leiterin Oberhessisches Museum

Dauer: 7. September – 17. November 2019

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 18 Uhr (Geschlossen: Tag der Deutschen Einheit, 03.10.2019)

Kunsthalle in Kooperation mit dem Oberhessischen Museum und dem Literarischen Zentrum Gießen – Kuratiert von Dr. Nadia Ismail

Matthew Cowan (*1974, Auckland, Neuseeland) lebt und arbeitet in Berlin. Nach einem Studium der Psychologie in Auckland, Neuseeland studierte er Bildende Kunst an der University of Northumbria in Newcastle upon Tyne, Großbritannien. Zurzeit promoviert er an der Academy of Fine Arts in Helsinki, Finnland.

In seinen Fotografien, Videos, Installationen und Performances beschäftigt sich Matthew Cowan mit europäischen Bräuchen und der Rolle, die sie heute spielen. Rituale, Kleidung und Kostüme sind dabei zentral. In der Ausstellung The Scream of the Strawbear greift der Künstler unterschiedliche Traditionen aus der Umgebung Gießens auf. Statt zu dokumentieren, fokussiert er das Spektakuläre, Mysteriöse und Fremdartige. Dabei interessiert ihn vor allem das Spiel mit Maskerade, rituellen Handlungen und Objekten sowie der subversive Humor, den solche Bräuche stets in sich tragen, und überträgt dies in die zeitgenössische Kunst.
Für die Kunsthalle Gießen entwickelt Matthew Cowan eine Rauminstallation, die durch einen Vorhang bestimmt wird, der innerhalb der Kunsthalle einen eigenen Raum, eine eigene Welt erzeugt. Auf dem Stoff prangt das Gesicht eines Mannes, der von Stroh umgeben ist. Diese fast surreal anmutende Szenerie offenbart einen kurzen Augenblick der Transformation, in dem sich der reale Mensch zum Fantasieobjekt des Strohbären verwandelt. Neben den visuellen Elementen bezieht sich auch der Titel der Schau auf das Ritual des Strohbären und den Schrei, den dieser ausstößt. Als historische Vorläufer dieses Schreis können Bitt-, Spott- und Protestgesänge gelten, die während öffentlicher Umzüge und Prozessionen gesungen wurden. Der Strohbär trägt diese in verfremdeter Form und durch sein Kostüm unerkannt weiter. Wie auch der Maimann, mit dessen Tradition sich Cowan ebenfalls beschäftigt hat, gehört er zu den Jahreslaufbräuchen. Während der Karnevalszeit bzw. Pfingsten ziehen diese Wesen in verschiedenen Dörfern in Mittelhessen durch die Straßen, mit dem Ziel, Eier und Speck zu sammeln, die nach der Zeremonie gemeinschaftlich verspeist werden, während der Strohmann rituell dem Feuer geopfert wird … PM

Weitere Infos auch zum Rahmenprogramm der Ausstellung finden Sie unter http://www.kunsthalle-giessen.de/2019_cowan.html

 


Schlagworte: Ausstellungen
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