Kleider machen Leute

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Datum/Zeit
27.06.2019 - 13.10.2019
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Oberhessisches Museum - Wallenfels'sches Haus
Kirchenplatz 6
35390 Gießen


Sonderausstellung zum 100-jährigen Habilitationsjubiläum von Margarete Bieber in der Antikensammlung der JLU

Forschungen zur antiken Tracht

Eröffnung: Donnerstag, 27. Juni 2019, um 18 Uhr

Dauer: 27. Juni bis zum 13. Oktober 2019

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 16 Uhr

Erst vor vier Wochen wurde in der Antikensammlung des Justus-Liebig-Universität Gießen (JLU) die neukonzipierte Dauerausstellung eröffnet, nun folgt eine weitere Sonderausstellung, die in einer Kooperation der Archäologischen Institute der Universitäten Frankfurt und Gießen entstanden ist: Unter dem Titel „Kleider machen Leute“ widmet sich die Ausstellung einer außergewöhnlichen Frau und Wissenschaftlerin, die für die Universität wie die Stadt Gießen von großer Bedeutung ist: Margarete Bieber (1879–1978), die nicht nur bis heute eine renommierte und viel beachtete Klassische Archäologin ist, sondern auch eine Vorreiterin der Frauenemanzipation, da sie sich gegen alle Widerstände der damaligen Zeit als Frau in der Wissenschaft etablierte und Karriere machte.
Die Sonderausstellung ist vom 27. Juni bis zum 13. Oktober 2019 in der Antikensammlung der JLU im Wallenfels’schen Haus zu sehen. Interessierte sind zudem herzlich zur feierlichen Eröffnung am Donnerstag, 27. Juni 2019, um 18 Uhr in der Antikensammlung eingeladen. Prof. Dr. Verena Dolle, Erste Vizepräsidentin der JLU, und Dr. Nadyne Stritzke, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte sowie Leiterin des Büros für Chancengleichheit, werden Grußworte sprechen. In das Thema der Ausstellung werden Dr. Michaela Stark, Kustodin der Antikensammlung der JLU, und Dr. Matthias Recke, Kustos des Skulpturensaals und der Antikensammlung der Goethe-Universität Frankfurt, einführen.
Im Jahr 1919, also vor genau 100 Jahren, wurde Margarete Bieber als eine der ersten Frauen Deutschlands zur Habilitation zugelassen. Von 1923 an lehrte sie als Professorin an der Universität Gießen. Während dieser Zeit nutzte sie auch die Antikensammlung intensiv für Forschung und Lehre und bereicherte den Bestand um wesentliche Exponate, von denen einige bedeutende Objekte in der Ausstellung gezeigt werden. Im Jahr 1933 wurde Margarete Bieber aufgrund ihrer jüdischen Abstammung entlassen, emigrierte zunächst nach England und schließlich nach Amerika. Dort baute sie sich ein neues Leben auf, setzte ihre wissenschaftliche Karriere fort und verfasste zahlreiche Publikationen.
Die aktuelle Sonderausstellung widmet sich der Biographie Margarete Biebers an der Universität Gießen und befasst sich schwerpunktmäßig mit ihren Forschungen bzw. Studien zur antiken Tracht. So zeigt die Ausstellung bisher noch nicht öffentlich präsentierte photographische Aufnahmen, die dokumentieren, wie Margarete Bieber die Tragweise antiker Gewänder praktisch an lebenden Modellen rekonstruierte. Begleitend führt die Ausstellung an griechischen und römischen Originalen in die Formen und Drapierungen antiker Kleidung ein.

Die Ausstellung wurde von Studierenden der Klassischen Archäologie an den Universitäten Frankfurt und Gießen konzipiert.

Die Veranstaltung wird vom Gleichstellungsbüro der JLU und dem Verein der „Freunde der Gießener Antikensammlung e.V.“ gefördert.


Schlagworte: Ausstellungen, Wissenschaft & Forschung
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