Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis 2017 geht an Gero Troike

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Datum/Zeit
23.04.2017
11:00

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Berliner Platz
35390 Gießen


Der achte Hein-Heckroth-Bühnenbildpreis wurde dem sächsischen Bühnen- und Kostümbildner, Maler, Autor und Regisseur Gero Troike zuerkannt.

Die Preisverleihung findet am 23. April 2017 um 11:00 Uhr im Stadttheater Gießen statt.

Die Einladung mit dem Programm finden Sie hier zum Download.

Gero Troike, geboren 1945 in Schönheide im Erzgebirge, absolvierte eine Lehre als Laborant für Geologie und Mineralogie in Berlin und beschäftigt sich seit 1965 mit Malerei und Grafik. Nach Nebentätigkeiten als Beifahrer, Bühnen- und Friedhofsarbeiter begann er ab 1968 als Theatermaler, Kascheur und Bühnenbildassistent zu arbeiten.

Ab 1975 war er als Bühnen- und Kostümbildner am Maxim Gorki Theater, an der Volksbühne Berlin und am Deutschen Theater Berlin tätig und arbeitete mit Regisseuren wie Manfred Karge, Matthias Langhoff, Alexander Lang, Thomas Langhoff und Jürgen Gosch. Am Schauspielhaus Bochum arbeitete er ab 1984 mit Manfred Karge und Alfred Kirchner, später am Thalia Theater Hamburg, an der Oper Frankfurt, der Oper Amsterdam und der Schaubühne Berlin mit Jürgen Gosch.

Nach dem Tod seiner Tochter Sara 1988 zog Gero Troike ins Sauerland. Von hier aus folgten Regiearbeiten in Wiesbaden, Gent, Bochum und an der Volksbühne Berlin. Seit den 1990er-Jahren beschäftigt sich Gero Troike vorrangig mit der Malerei und der Arbeit an Bühnentexten. 1993 wurde sein Stück Dolgensee, ein Naturalist am Deutschen Theater Berlin unter eigener Regie uraufgeführt. 2009 lief die Todesfantasie Gute Nacht, du falsche Welt ebenfalls unter Gero Troikes Regie an der Volksbühne Berlin.

Für den mit 2.500 € dotierten Förderpreis, den die Stadt Gießen zeitgleich mit dem Hauptpreis vergibt, hat Gero Troike die Bühnen- und Kostümbildnerin Jil Bertermann vorgeschlagen.

Anlässlich der Preisverleihung findet in der Uni-Bibliothek eine Ausstellung mit Bühnenentwürfen von Gero Troike statt.


Der vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst mit 5.000 € dotierte Preis wird gemeinsam mit der Hein-Heckroth-Gesellschaft und der Stadt Gießen seit 2003 alle zwei Jahre verliehen. Er gilt als derzeit einziger Preis in Deutschland, der sich explizit dem Bühnenbild als eigenständigem Kunstwerk widmet.
Mit dem Hein-Heckroth-Preis werden herausragende Künstler und Bühnenbildner ausgezeichnet, die die Auseinandersetzung mit der bildenden Kunst kreativ in ihre Arbeiten einfließen lassen – ganz im Sinne des künstlerischen Erbes des Malers und Bühnenbildners Hein Heckroth (1901-1970).

Bisherige Preisträger waren Erich Wonder, Achim Freyer, Karl-Ernst Herrmann, Robert Wilson, Christoph Schlingensief, Anna Viebrock und Bert Neumann.


Schlagworte: Bühne, Stadttheater, Theater
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