vorgestellt - DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE

Stadttheater Gießen - Großes Haus
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Datum/Zeit
07.01.2018
11:00

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Berliner Platz
35390 Gießen


Schauspiel vorgestellt

DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE – Schauspiel von Jean-Paul Sartre | Neuübersetzung von Eva Groepler

Bevor Jean-Paul Sartres Schauspiel DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE demnächst am Stadttheater Gießen Premiere feiert, geben Regieteam und Ensemblemitglieder allen Interessierten am 7. Januar um 11 Uhr erste Einblicke in das Stück und seine Inszenierung.

Der idealistische Schriftsteller Hugo will die Revolution vorantreiben, doch nicht einmal seine Frau Jessica traut ihm eine echte Tat zu. Deswegen erklärt er sich bereit, den Parteiführer Hoederer zu ermorden. Bald jedoch überkommen Hugo Zweifel an seinem Auftrag. Zunehmend entspinnt sich zudem eine verhängnisvolle Ménage à trois zwischen Hoederer, Hugo und Jessica. Das 1948 uraufgeführte Stück zeigt eindrücklich das Dilemma jeder Politik zwischen Engagement und Verantwortung.

Bei der Matinee am Sonntag wird Produktionsdramaturgin Cornelia von Schwerin mit dem Regieteam über die Arbeit mit Sartres politischem Stück sprechen, das im fiktiven osteuropäischen Illyrien angesiedelt ist. Neben zentralen thematischen Aspekten wird es auch um die Hintergründe des Stücks gehen, seine Entstehungsgeschichte, die Inspiration Sartres sowie den französischen Existentialismus.

Sigi Colpe wird ihre Kostüme sowie anhand eines Modells ihr Bühnenbild vorstellen, Julia Klomfaß die Musik erläutern, die sie für die Inszenierung komponiert hat. Die SchauspielerInnen Paula Schrötter, Lukas Goldbach und Max Schmidt stellen ihre Figuren vor und lesen ausgewählte Szenen.

Premiere: 13.01.2018 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Weitere Vorstellungen: 20.01.2018 | 19:30 Uhr | 04.02.2018 | 19:30 Uhr | 02.03.2018 | 19:30 Uhr | 23.03.2018 | 19:30 Uhr |06.04.2018 | 19:30 Uhr | 28.04.2018 | 19:30 Uhr |25.05.2018 | 19:30 Uhr | Großes Haus

Inszenierung: Hüseyin Michael Cirpici | Bühne und Kostüme: Sigi Colpe | Musik: Julia Klomfaß | Dramaturgie: Cornelia von Schwerin

Mit: Lukas Goldbach (Hoederer), Maximilian Schmidt (Hugo), Anne-Elise Minetti (Olga), Paula Schrötter (Jessica), Tom Wild (Louis | Georges | Karsky), Stephan Hirschpointner (Slick | Der Prinz)

Eintritt frei


Biografische Informationen der Gäste

Hüseyin Michael Cirpici (Inszenierung) studierte Schauspiel an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Von 1993 bis 2002 war er am Staatstheater Stuttgart engagiert. Außerdem arbeitete er für die Salzburger Festspiele und das Schauspielhaus Bochum. Als Regisseur inszenierte er an den Münchner Kammerspielen, am Deutschen Theater Berlin, am Stadttheater Aachen, am Theater Bremen und an den Wuppertaler Bühnen. Für sein Theaterprojekt DAS DORF, welches er für die Münchner Kammerspiele entwickelte, wurde er mit dem Hackenberg-Preis für politisches Theater ausgezeichnet. Hüseyin Michael Cirpici arbeitet neben seiner Tätigkeit als Theater-Regisseur als Feature-Autor und Regisseur für die politischen Redaktionen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Nach DER SONNE UND DEM TOD KANN MAN NICHT INS AUGE SEHEN in der Spielzeit 2016/17 ist DIE SCHMUTZIGEN HÄNDE seine zweite Arbeit am Stadttheater Gießen.

Sigi Colpe (Bühne und Kostüme) wohnt in Hamburg. Sie war Bühnenbildassistentin am Thalia Theater Hamburg sowie am Niedersächsischen Staatstheater in Hannover. Seit 2000 arbeitet sie als freischaffende Bühnen- und Kostümbildnerin. Sie hat diversen Theatern gearbeitet: Schauspiel Düsseldorf, Staatstheater Mainz, Theater Augsburg, am Luzerner Theater, Bregenzer Festspiele, steirischer herbst in Graz, u.a. Für die Eröffnung der Spielzeit 2017/18 entwarf sie am Staatstheater Stuttgart das Kostümbild für FAUST (Regie: Stephan Kimmig). Sie arbeitet seit der Spielzeit 2015/16 regelmäßig mit dem Regisseur Andras Dömötör am Deutschen Theater in Berlin (KÖNIG UBU, CRISIS CLUB). Seit 2015 ist sie Dozentin an der Hochschule für Musik und Theater in Hamburg und unterrichtet „Semiotik / Bühnenbild /Kostümbild“ für Regie- und Dramaturgiestudenten. Mit Hüseyin Michael Cirpici verbindet sie eine gemeinsame Arbeit seit neun Jahren, beginnend am Bremer Theater (SYSTEM AK und GLAUBE, LIEBE, HOFFNUNG), am Theater Ingolstadt (KASIMIR UND KAROLINE) und zuletzt am Theater Krefeld mit der Ausstattung für ROMEO UND JULIA, MACBETH und DER ZERBROCHENE KRUG. In Gießen entwarf sie das Bühnen- und Kostümbild für SOLARIS.

Julia Klomfaß (Musik) studierte an der Hochschule für Musik und Tanz Köln im Bereich Jazz/Popularmusik Komposition auf Diplom. Als Theatermusikerin und Komponistin arbeitet sie seit dem Jahr 2000 unter anderem am Schauspielhaus Bochum, Zürich, Burgtheater Wien und Schauspiel Köln. Mit der Band toi et moi spielt und komponiert sie zusammen mit Raphael Hansen französische Songwriter-Chansons, mit the baffled mind kombiniert sie Streicher, Bläser, Rhythmussektion und Chor zu melancholischer Musik. Im Rahmen ihres Musikschaffens setzte sie sich sowohl mit synthetischen Klängen als auch mit exotischeren Instrumenten wie Mandoline, Marimbaphon, Akkordeon und singende Säge auseinander.


Schlagworte: Bühne, Sartre, Stadttheater, Theater
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