Premiere - CAPITALISTA, BABY!

Foto: Rolf K. Wegst Nutzungsrechte beim Urheber
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Datum/Zeit
13.01.2019
19:30

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Südanlage 1
35390 Gießen


Im Herzen des Kapitalismus

CAPITALISTA, BABY! – nach dem Roman „The Fountainhead“ von Ayn Rand | Schauspiel-Fassung von Tom Kühnel und Jürgen Kuttner

Es ist die Geschichte eines genialischen Schöpfers, der gottgleich und bar jeglicher Kompromisse Welten schafft: Die Schauspielproduktion CAPITALISTA, BABY! erzählt nach Ayn Rands Roman „The Fountainhead“ von dem amerikanischen Künstler-Architekten Howard Roark und seinem visionären Kampf gegen Durchschnitt und Beliebigkeit. Premiere ist am 13. Januar um 19.30 Uhr am Stadttheater Gießen.

Sie ist die Säulenheilige der amerikanischen Konservativen, THE FOUNTAINHEAD aus dem Jahr 1943 der vermutlich folgenreichste Roman des 20. Jahrhunderts: Ayn Rand erzählt darin die faszinierende Story von Howard Roark, einem der gefährlichsten Verführer der Weltliteratur und erklärtem Vorbild Donald Trumps. Roark predigt radikalen Eigennutz, kaltherzigen Rationalismus, selbstsüchtige, entgrenzte Sexualität. Seine Feindbilder sind Staat, Solidarität, Mainstream und Mittelmaß. Wer verstehen will, welche Ideen und Kräfte die gewaltigen Umwälzungen in der westlichen Welt vorantreiben, wird hier Einsichten finden. Denn mit ihrem Ideal eines radikal individualistischen Kapitalismus und der strikten Ablehnung des Sozialstaates ist Ayn Rand in den USA heute so wirkmächtig wie nie zuvor.

Tom Kühnel und Jürgen Kuttner haben mit CAPITALISTA, BABY! eine faszinierende Bühnenfassung vorgelegt über einen brillanten Architekten, seine Geliebte, Konkurrenten und Gegenspieler. Ein fesselnd erzählter Stoff, der alles bietet, was große Theaterliteratur ausmacht: Kräftige, psychologisch komplexe Figuren, die an glamourösen Orten heftig aufeinanderprallen, ein Plot voller überraschender Wendungen, ein Abend der sinnlichen Verführung.

Regisseurin Katharina Ramser, die erstmals in Gießen arbeitet, greift pointiert zu den großen Versatzstücken der amerikanischen Jazz- und Popkultur, um den Helden Howard Roark (Lukas Goldbach) in Szene zu setzen. Erscheint er schon in Ayn Rands Vorlage als der wie einem Comic entsprungene Supermann, bedient sich die Inszenierung an dem abgründigen Spiel mit der heroischen Ästhetik der Blockbuster-Tradition.

Bühnenbildner Michael Böhler hat für seinen Bühnenraum eine architektonische Struktur zwischen Luxusprivathaus und Wolkenkratzer-Symbol geschaffen, die ebenso Vision des genialischen Architekten sein könnte, wie sie als Modell für eine Gesellschaft steht, in dem nur wenige an der Spitze, aber viele am Boden sind. Video-Projektionen des Comiczeichners Christoph N. Fuhrer finden eine visuell opulente Bildsprache für die Schöpfungsakte des Helden. In weiteren Rollen sind Anne-Elise Minetti, Stephan Hirschpointner, Roman Kurtz, Pascal Thomas und Tom Wild zu sehen.

Weitere Vorstellungen: 19. Januar, 1. Februar, 9., 28. März, 13., 22. April, 5. Mai 2019 | jeweils um 19.30 Uhr

Inszenierung: Katharina Ramser | Bühne und Kostüme: Michael Böhler | Dramaturgie: Harald Wolff

Es spielen: Lukas Goldbach (Howard Roark), Anne-Elise Minetti (Dominique Francon), Roman Kurtz (Gail Wynand), Tom Wild (Elsworth Toohey), Pascal Thomas (Peter Keating), Stephan Hirschpointner (Alvah Scarett / Dekan / Gastgeber / Banker)

Kartenvorverkauf: Haus der Karten


Biografische Informationen der Gäste

Katharina Ramser (Inszenierung) wurde in Bern geboren und studierte Theaterwissenschaft, Kunstgeschichte und Philosophie in Bern und Berlin. Während des Studiums sammelte sie erste Theatererfahrungen am Stadttheater Bern, am Maxim Gorki Theater Berlin und an der Berliner Volksbühne bei Frank Castorf. Nach dem Studium folgte ein dreijähriges Engagement als Regieassistentin am Stadttheater Bern; Zusammenarbeit u.a. mit David Bösch, Barbara David Brüesch, Eike Gramss, Markus Heinzelmann, Anina la Roche und Barbara Weber. Seit 2007 arbeitet sie als freischaffende Regisseurin. Unter der Schauspieldirektion von Erich Sidler (2007-2012) inszenierte sie regelmäßig am Stadttheater Bern. Zusammen mit dem Filmer Tom Bernhard gründete sie 2008 die Künstlergruppe Strauss, mit dem Ziel, verschiedene künstlerische Medien in gemeinsamen Projekten zu verbinden. Der Erstling NYMPHEN – EINE THEATRALE INSTELLATION wurde 2009 im Kornhausforum Bern gezeigt. Von 2009-2013 folgen Arbeiten in der freien Szene Bern und Zürich. Seit 2013 arbeitet sie vermehrt mit dem Medium Film. Nach dem Jugend-Filmprojekt DER TAG IST NOCH FERN folgte im Sommer 2014 ihr erster Kurzspielfilm 528 FREUNDE. Seit 2013 inszeniert Katharina Ramser an verschiedenen Stadttheatern in Deutschland, u.a. am Deutschen Theater Göttingen, am Pfalztheater Kaiserslautern und am Theater Hof.

Michael Böhler (Bühne und Kostüme) studierte Freie Kunst an der Bauhaus Universität in Weimar. Nach einem halbjährigen Studienaufenthalt in Santiago/Chile wechselte er in die Klasse für Bühnenraum an der Hochschule für bildende Künste in Hamburg. Als Bühnenbildner arbeitete er gemeinsam mit den Regisseuren Matthias Kaschig, Isabel Osthues, Kerstin Lenhart und Tobias Rausch an Theatern in Berlin, Kiel, Paris und Bern sowie an den Sophiensaelen/Berlin und auf Kampnagel in Hamburg. Mit HAJUSOM verbindet ihn eine langjährige Arbeitsfreundschaft als Bühnenbildner für die Produktionen DIE KINDER DER REGENMACHER, HOLIDAY INN, BACKUP-STORY und BOLLYLAND (gemeinsam mit Markus Lohmann). Als Künstler entstanden als Resultat einer langjährigen Zusammenarbeit mit Harry Sachs, Markus Lohmann und Franz Höfner eine Reihe gemeinsamer Projekte (u.a.): ARBEIT – Ausstellung im Kunstverein Harburger Bahnhof in Hamburg; ERIKALAND – im Rahmen des Werkleitzfestivals 08 in Halle; MEHRZWECKHALLE – im Rahmen der Artgenda in Hamburg. Michael Böhler lebt in Berlin.


Schlagworte: Bühne, Stadttheater, Theater
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