Ausstellung: Kunst und Leben

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Datum/Zeit
02.08.2018 - 30.12.2018
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Oberhessisches Museum - Altes Schloss
Brandplatz 2
35390 Gießen


Gustav Bock und seine Kunststiftungen 1915 und 1917

Eröffnung: 2. August 2018, 19 Uhr – Begrüßung: Dietlind Grabe-Bolz, Oberbürgermeisterin – Einführung: Dr. Andreas Ay, Kurator

Dauer: 3. August – 30. Dezember 2018

 

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag 10 – 16 Uhr

 

Eintritt frei

 

Nach einer umfassenden wissenschaftlichen Aufarbeitung werden in einer Sonderschau im Alten Schloss die Kunststiftungen Gustav Bocks (1857-1938) gezeigt. Der Gießener Zigarrenfabrikant und Bruder des bekannten Schriftstellers Alfred Bock zog 1887 nach Berlin, wo er in 30 Jahren eine umfangreiche Kunstsammlung zusammentrug. In den Jahren 1915 und 1917 stiftete er über 100 Werke der Stadt Gießen. Die Zeichnungen und Gemälde waren im Neuen Schloss öffentlich ausgestellt, bis sie 1933 von den Nationalsozialisten entfernt wurden.

In der Sonderschau werden alle 81 noch erhaltenen Werke präsentiert. Es handelt sich dabei hauptsächlich um Gemälde und Zeichnungen des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts. Sie stammen von Künstlern der innovativsten Künstlergruppen. Dazu gehört die Berliner Secession mit Karl Hagemeister, Walter Leistikow, Max Liebermann und Franz Skarbina. Ferner die Münchner Secession mit Hugo von Habermann und Gotthardt Kuehl. Aber auch Einzelwerke der Malerfürsten Franz von Stuck und Franz von Lenbach sind zu sehen. Die in öffentlichen Sammlungen selten ausgestellten Künstler Melchior Lechter und Hanns Pellar sind mit insgesamt elf Werken prominent vertreten.

2013 begann der Kunsthistoriker Dr. Andreas Ay mit der erstmaligen wissenschaftlichen Aufarbeitung der Kunstsammlung und stieß bei den aufwendigen Recherchen in renommierten Institutionen wie dem Getty Research Institute Los Angeles oder der Österreichischen Nationalbibliothek auf Spuren des Gießener Zigarrenfabrikanten. Ebenso hat er die Genese der Kunststiftung recherchiert und darüber hinaus die Geschichte der jüdischen Familie Bock erforscht, die in der Zeit des Nationalsozialismus großen Repressalien ausgesetzt war.

Dem Titel „Kunst und Leben“ (das ästhetische Leitmotiv der Zeit um 1900) folgend, ist die Ausstellung in zwei Teile gegliedert. Im ersten Obergeschoss wird die Kunstsammlung präsentiert, für die farbige Kabinette gebaut wurden. In der Abfolge der Räume wird die Vielgestaltigkeit der Kunst des ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhunderts in den Kunstmetropolen München und Berlin aber auch in den Kunstzentren Karlsruhe, Weimar und Darmstadt eindrucksvoll deutlich. Im Ausstellungssaal im Erdgeschoss werden die Biografie Gustav Bocks und die Geschichte der Kunststiftungen anhand zahlreicher Bilder und Dokumente dargestellt. In einer Medienstation wird die Stimme Helmuth Bocks, Sohn des Stifters, zu hören sein.

Begleitend zu Ausstellung wird ein Rahmenprogramm sowie eine Broschüre geplant.

Ein wissenschaftlicher Bestandskatalog ist in Vorbereitung.

Hier finden Sie den Flyer zur Sonderausstellung – Kunst und Leben zum Download.

 


Schlagworte: Ausstellungen, Historisch
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