5. SINFONIEKONZERT

Stadttheater Gießen - Großes Haus
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Datum/Zeit
16.01.2018
20:00

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Berliner Platz
35390 Gießen


Werke von Étienne-Nicolas Méhul, Gioachino Rossini, Joseph Haydn, Luigi Cherubini und Wolfgang Amadeus Mozart

Das Stadttheater eröffnet die Jagdsaison: Gleich drei temperamentvolle Werke von Klassik bis Frühromantik rufen beim 5. Sinfoniekonzert am Dienstag zu einem wilden Ausflug in die Natur. Neben Méhul, Rossini und Haydn stehen auch Cherubini und Mozart auf dem Programm. Mit der stellvertretenden Würzburger Generalmusikdirektorin Marie Jacquot steht zum ersten Mal seit der Spielzeit 1994/95 wieder eine Dirigentin am Gießener Pult.

Étienne-Nicolas Méhul war ein führender Komponist zur Zeit der Französischen Revolution und Erneuerer der französischen Opern-Tradition. Der Ouvertüre zu seiner Oper LA CHASSE DU JEUNE HENRI wurde mehr Nachruhm zuteil als dem Werk an sich, weil dem Komponist damit eine klingende Allegorie der Revolutionsjahre gelungen war.

Ebenso farbenreich ist die Jagdvertonung Gioachino Rossinis LE RENDEZ-VOUS DE CHASSE aus der italienischen Tradition, die insbesondere durch schillernde Natureindrücke und virtuose Hornpassagen beeindruckt. Die Solopassagen übernimmt das Hornisten-Quartett Martin Gericks, Alvaro Artunedo Garcia, Victor Lozano Mariano und Berthold Cremer.

Joseph Haydns Sinfonie Nr. 73 trägt in Gänze den Beinamen „LA CHASSE”, vor allem für ihr stürmisch dahinjagendes Finale, das thematisch der Jagdgöttin Diana gewidmet ist und mit seinen Bläserpassagen einen alten Jagdruf aufgreift.

Dies kombiniert Marie Jacquot, eine der bemerkenswertesten Dirigentinnen ihrer Generation, mit W.A. Mozarts Sinfonie Nr. 25 in g-Moll KV 183, deren düsterer, tragischer Tonfall dem Sturm und Drang eine Stimme zu geben scheint. Wie virtuos extreme Emotionen wie enttäuschte Liebe, Hass und Wut auch vor der Romantik in sensible Klänge gefügt werden konnten, zeigt andererseits der Mozart-Zeitgenosse Luigi Cherubini in der Ouvertüre seiner MÉDÉE. Es spielt das Philharmonische Orchester Gießen.

Programm:

ÉTIENNE-NICOLAS MÉHUL | LA CHASSE DU JEUNE HENRI
GIOACHINO ROSSINI | GRANDE FANFARE D-Dur (“LE RENDEZ-VOUS DE CHASSE”)
JOSEPH HAYDN | Symphonie Nr. 73 D-Dur („LA CHASSE”)
LUIGI CHERUBINI | MÉDÉE, Ouvertüre
WOLFGANG AMADEUS MOZART | Symphonie Nr. 25 g-Moll KV 183

Musikalische Leitung: Marie Jacquot

Philharmonisches Orchester Gießen

Kartenvorverkauf: Haus der Karten


Biografische Informationen

Marie Jacquot (Musikalische Leitung) ist als Erste Kapellmeisterin und stellvertretende Generalmusikdirektorin am Mainfranken-Theater Würzburg tätig. 1990 in Paris geboren, studierte sie zunächst Posaune am Conservatoire National Régional de Paris und schloss dort 2008 mit dem Bachelor ab. Anschließend wechselte sie an die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, um ihre Kenntnisse im Orchesterdirigieren bei Uroš Lajovic zu vertiefen. Meisterklassen u.a. von Ralf Weikert, Bertrand de Billy, Fabio Luisi und Zubin Mehta rundeten ihre Studien ab. Von 2012 bis 2013 gastierte sie u.a. in Deutschland, Österreich, Bulgarien, Polen, Tschechien sowie Estland und arbeitete als Assistentin des Dirigenten Peter Rundel für die Produktion von Karlheinz Stockhausens MICHAELS REISE UM DIE ERDE im Rahmen des Lincoln Center Festivals. Nach Beendigung ihres Studiums 2014 dirigierte sie neben dem Prager Klassik Orchester auch das Wiener Kammerorchester und war bis 2016 Lehrbeauftragte an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien für die Leitung des sinfonischen Blasorchesters. Bevor sie 2016 an der Bayerischen Staatsoper den Generalmusikdirektor Kirill Petrenko bei der Uraufführung von Miroslav Srnkas Oper SOUTH POLE assistierte sowie die musikalische Leitung für das Festspielprojekt TONGUECAT übernahm, arbeitete sie als Assistentin beim Ensemble PHACE für das Festival Wien Modern und beim Ensemble Klangforum. Darüber hinaus übernahm sie 2015 beim Ö1-Musiksalon-Kompositionspreis der Österreichischen Nationalbank das Dirigat. Marie Jacquot erhielt verschiedene Stipendien, darunter Ryoichi Sasakawa Young Leaders Fellowship Fund, Aspen Music Festival Albert Tipton Fellowship und neue Liszt Stiftung Weimar – Charlotte Krupp Stipendien.


Schlagworte: Bühne, Sinfoniekonzert, Stadttheater, Theater
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