10. SINFONIEKONZERT "Max Bruch: MOSES"

Stadttheater Gießen - Großes Haus
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Datum/Zeit
18.06.2019
20:00

Stadttheater Gießen - Großes Haus
Südanlage 1
35390 Gießen


MAX BRUCH | Oratorium MOSES op.67

Die Konzertsaison am Stadttheater Gießen schließt mit einer Wiederentdeckung: Dem Oratorium MOSES von Max Bruch. Unter dem Dirigat des stellvertretenden Gießener GMD Jan Hoffmann kommt das Vokalwerk am Dienstag großformatig zur Aufführung. Für opulenten Klang sorgt das Philharmonische Orchester Gießen sowie hochkarätige SolistInnen gemeinsam mit dem Chor und Extrachor des Stadttheaters, dem Gießener Konzertverein und der Wetzlarer Singakademie.

Der aus Köln stammende Komponist Max Bruch ist heute besonders für sein 1. Violinkonzert bekannt. Dass er auch als Schöpfer von Vokalwerken hervortrat, ist hingegen weitaus weniger verbreitet. Die 1894 geschaffene „Biblische Erzählung“ MOSES gehört zu den großen Vokalwerken Bruchs, der Mendelssohn Bartholdy und Brahms zu seinen Vorbildern zählte. Wie ersterer wandte sich auch Bruch in seinem Oratorium einem religiösen Stoff zu und verfolgte ein traditionalistisches Musikverständnis, das bereits zu seinen Lebzeiten anachronistisch erscheinen und einer Aktualisierung seines Schaffens im Wege stehen musste. Heute lohnen große Chorszenen und romantische Melodien eine Wiederbegegnung. Durch die Öffnung des Oratoriums für weltliche Stoffe in der Romantik ist auch Bruchs Werk keine musikalische Nacherzählung des Bibeltextes, sondern schildert vier Episoden aus dem Leben des Moses, vom Berg Sinai, dem Tanz um das goldene Kalb, der Rückkehr der Kundschafter aus Kanaan und dem Land der Verheißung.

Die Solopartien übernehmen der Tenor Dan Karlström (Aaron) aus dem Ensemble der Oper Leipzig, Bariton Heiko Trinsinger (Moses) vom Ensemble des Aalto Theaters und Sopranistin Julia Borchert (Der Engel des Herrn).

Um 19.15 Uhr gibt es eine Konzerteinführung mit Konzertdramaturg Fabian Bell im Foyer des Stadttheaters.

Eine weitere Aufführung findet am 19. Juni in der Wetzlarer Kirche St. Walburgis statt.

Musikalische Leitung: Jan Hoffmann

Aaron: Dan Karlström | Moses: Heiko Trinsinger | Der Engel des Herrn: Julia Borchert

Mit: Chor und Extrachor des Stadttheater Gießen / Gießener Konzertverein / Wetzlarer Singakademie / Philharmonisches Orchester Gießen

Kartenvorverkauf: Haus der Karten


Biografische Informationen

Der Finne Dan Karlström (Dan Aaron) studierte Gesang an der Sibelius-Akademie in Helsinki und arbeitete später u.a. mit Herbert Brauer sowie Jaakko Ryhänen, Tom Krause und Elisabeth Werres. Erste feste Engagements hatte der Tenor am Schillertheater Nordrhein-Westfalen und am Staatstheaters Darmstadt. Er war als Gast u.a. in Bayreuth, Wiesbaden, Erfurt, Münster, Weimar, Chemnitz, Dresden, Savonlinna, Helsinki, Beijing, an der Komischen Oper Berlin und an der Semperoper Dresden zu erleben. Seit der Spielzeit 2001/02 ist er Ensemblemitglied der Oper Leipzig. Er debütierte an der Finnischen Nationaloper Helsinki als Tobias Ragg (SWEENEY TODD) und gastierte hier seitdem mehrfach, u.a. als Pedrillo (DIE ENTFÜHRUNG AUS DEM SERAIL) und als Yonas (ADRIANA MATER). Zudem ist er regelmäßiger Gast beim Savonlinna Opernfestival und war dort bereits in Rollen wie u.a. Monostatos (DIE ZAUBERFLÖTE), Vier Diener (HOFFMANNS ERZÄHLUNGEN), Remendado (CARMEN), Simpleton (BORIS GODUNOV) und Goro (MADAMA BUTTERFLY) zu erleben. Er hat mit Dirigenten wie Esa-Pekka Salonen, Marc Albrecht, Ralf Weikert, Asher Fisch und Sakari Oramo und Regisseuren wie Peter Sellars, Claus Guth, Robert Carson, Dietrich W. Hilsdorf und Francisco Negrín zusammengearbeitet. Im Konzertbereich sang er in den vergangenen Spielzeiten Werke von Bach, Beethoven, Händel, Mozart, Rossini und Orff. Dan Karlströms umfangreiches Repertoire umfasst zahlreiche Partien aus Oper, Operette und Musical, darunter David (DIE MEISTERSINGER VON NÜRNBERG), Mime in DAS RHEINGOLD und SIEGFRIED, Walther von der Vogelweide (TANNHÄUSER), Steuermann (DER FLIEGENDE HOLLÄNDER), Truffaldino (DIE LIEBE ZU DEN DREI ORANGEN), Tamino (DIE ZAUBERFLÖTE), Cassio (OTELLO) und Judas (JESUS CHRIST SUPERSTAR). Highlights der vergangenen Saison umfassen u.a. die Titelpartie in Zemlinskys DER ZWERG in Chemnitz sowie Mime und Luzio (DAS LIEBESVERBOT) an der Oper Leipzig. Zu seinen jüngsten Engagements zählen u.a. in Leipzig, Bozen oder Savonlinna Aufführungen von HÄNSEL UND GRETEL, TURANDOT, LE NOZZE DI FIGARO, LUCIA DI LAMMERMOOR, DER FREISCHÜTZ, DIE FRAU OHNE SCHATTEN und KULLERVO. Als Ensemblemitglied stand Dan Karlström in der Spielzeit 2017/18 mit vielen der genannten Partien auf der Bühne der Oper Leipzig sowie als Jäger (RUSALKA) und Prinz (LULU). Zudem war er als Goro (MADAMA BUTTERFLY) bei den Opernfestspielen in Savonlinna zu erleben. In Dresden steht Dan Karlström in dieser Spielzeit als Don Basilio in LE NOZZE DI FIGARO auf der Bühne der Semperoper.

Bariton Heiko Trinsinger (Moses) war von 1979 bis 1987 Mitglied des Dresdner Kreuzchores, studierte Gesang an der Musikhochschule seiner Heimatstadt und absolvierte mehrere Meisterkurse. Sein erstes Engagement führte ihn 1994 bis 1996 an das Opernstudio der Bayerischen Staatsoper, dem sich eine feste Verpflichtung ans Würzburger Theater anschloss. Gastverpflichtungen brachten ihn u. a. an die Staatsopern in Hamburg und München sowie nach Bonn, Chemnitz, Kassel, Köln, Leipzig, Nürnberg, Saarbrücken, Weimar, Wiesbaden, Halle, Würzburg, Triest, Antwerpen, Graz, an die Volksoper Wien und u.a. als Barak (DIE FRAU OHNE SCHATTEN) nach Budapest.

Seit 1999 gehört der Bariton zum Ensemble des Aalto Theaters, wo er u. a. als Graf Almaviva (LE NOZZE DI FIGARO), Papageno und Sprecher (DIE ZAUBERFLÖTE), Don Alfonso (COSÌ FAN TUTTE), Escamillo (CARMEN), Danilo (DIE LUSTIGE WITWE), Jochanaan (SALOME), Ford (FALSTAFF), Enrico (LUCIA DI LAMMERMOOR), Riccardo (I PURITANI), Gérard (ANDREA CHÉNIER), Marcello (LA BOHÈME), Tonio (PAGLIACCI), Wolfram (TANNHÄUSER), Eugen Onegin, Amfortas (PARSIFAL), Belcore (L’ELISIR D’AMORE), Lescaut (MANON LESCAUT), Don Giovanni, Germont (LA TRAVIATA), Marcello (LA BOHÈME), Sharpless (MADAMA BUTTERFLY), Don Pizarro (FIDELIO) oder Amonasro (AIDA), Dr. Schön (LULU), Friedrich von Telramund (LOHENGRIN), Nabucco, Herr von Faninal (DER ROSENKAVALIER) und Kurwenal (TRISTAN UND ISOLDE) zu erleben war. Außerhalb Essens fügte er als Gast seinem Repertoire weitere wichtige Partien hinzu: Rigoletto, Mandryka (ARABELLA), Alberich (RHEINGOLD), Holländer und Lord Ruthven in Marschners VAMPYR.

Außerdem gibt er zahlreiche Konzerte und Liederabende im In- und Ausland, u. a. im Berliner Konzerthaus und in der Kölner Philharmonie.

Die Sopranistin Julia Borchert (Der Engel des Herrn) studierte in Essen und Freiburg und erhielt im Jahr ihres Abschlusses ihr erstes Engagement am Nationaltheater Mannheim. Ihre Interpretation der Sophie in DER ROSENKAVALIER führte sie zu einer Auszeichnung als beste Nachwuchssängerin durch die Zeitschrift Opernwelt. Zwischen 1997 und 2001 war sie an Hannoverschen Staatsoper engagiert, seither ist sie freiberuflich tätig und arbeitete mit namhaften Dirigenten wie Pierre Boulez, Adam Fischer, Daniele Gatti, Michael Gielen, Daniel Harding, Philippe Jordan, Jun Märkl und Christian Thielemann zusammen. Gastspiele führten Borchert an die Scottish Opera und an das Teatro dell’Opera in Rom, wo sie in einer Produktion des PARSIFAL auftrat. Weiterhin tritt sie regelmäßig bei den Bayreuther Festspielen auf. 2013 gastierte sie als Ortlinde in der WALKÜRE-Produktion von Carlus Padrissa unter dem Dirigat von Zubin Mehta in Valencia.


Schlagworte: Bühne, Konzert, Stadttheater
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