Ein "Klangsturm" über Gießen

Klangsturm sind (von links): Dominik "Heuni" Heinrichs, Alexnader Berk, Marc Nagel, Syvia Papenheim und Philipp Wessler.

Mit eigenem Festival durchstarten

Wenn  Dominik Heinrichs (Schlagzeug), Alexander Berk (Bass), Philipp Wessler (Gitarre), Marc Nagel (Gesang, Gitarre) und Sylvia Papenheim (Piano, Gesang) loslegen, dann bricht ein wahrer Sturm über die Zuhörer herein – ein „Klangsturm“ eben. Hier ist der Bandname Programm.

Seit 2015 spielt die Band in der aktuellen Besetzung, „Klangsturm“ gibt es aber bereits seit 2012. Die Band geht auf eine Idee von Schlagzeuger Dominik „Heuni“ Heinrichs und Bassist Alex Berk zurück. Man kann es kaum glauben, wenn man diese energiegeladene und druckvolle Band im Proberaum besucht: „Klangsturm“ starteten als reines Akustikprojekt, aber schnell war klar, wohin die Reise gehen sollte: Melodiöser Rock-Pop, bei dem der Rockanteil deutlich überwiegt, und deutsche Texte sollten es sein.

Viele Besetzungswechsel

Hatten die beiden Bandgründer mit dem Westerwälder Philipp Wessler, der über eine Kleinanzeige zu den beiden stieß, tatsächlich schnell einen Gitarristen und mit Sylvia Papenheim aus dem eigenen Bekanntenkreis eine Pianistin gefunden, tat man sich mit der Besetzung des Gesangs deutlich schwerer. Zunächst mit Annika Fischer auf dieser Position, kam es zu mehreren Wechseln: Elena Fritsch folgte, doch auch die blieb nicht lange. Und so suchte die Band weiter nach einem geeigneten Frontmann oder einer Frontfrau, sah sich schon kurz vor der Verzweiflung. Zwar kamen viele zum Vorsingen, doch niemand wollte so richtig passen. Schließlich stieß die Gruppe auf den Frankfurter Marc Nagel. Nagel hat ein Weile in Gießen studiert und kennt daher die Stadt. Seitdem ist die Besetzung konstant. Ein erster Akustikauftritt im Dachcafé folgte (ein Video gibt’s hier).

Erste EP „5 Fünftel“

Dass die Band allen sehr wichtig ist, zeigt sich daran, dass Wessler, für die Proben regelmäßig aus Köln, wo er am SAE-Institut studiert, anreist. Nagel, der auch eine Weile in Gießen studiert hat, kommt für die wöchentliche Probe aus Frankfurt ins KIG. 2016, das erste Jahr in konstanter Besetzung, startete mit den Aufnahmen zur ersten EP der Band, die fünf Titel enthält und daher den Namen „5 Fünftel“ trägt. Kurz darauf schaffte es die Band beim SPH-Contest bis ins Regiofinale. Im Mai erschien die EP; es folgten Auftritte unter anderem beim Gießener Stadtfest.

Liebeserklärung an Gießen: „Elefantenklo“

Mit dem Song „Elefantenklo“ findet sich auf der EP auch eine Liebeserklärung der Band an Gießen. „Monster“ punktet mit einem groovigen und einprägsamen Refrain. „Schreib‘ Dein Leben neu“ setzt sich mit der Frage auseinander, was wäre, wenn man sein Leben noch einmal von vorne beginnen könnte? Die Texte der Band stammen zumeist aus Dominik Heinrichs Feder, Tiefgang ist ihm dabei sehr wichtig, denn die Songs sollen die Menschen berühren. Die Musik schreiben die Bandmitglieder jedoch alle gemeinsam – die Stücke werden in den Proben zusammen zum Leben erweckt und entwickelt. Bei „Klangsturm“ ziehen alle an einem Strang, und so hat auch jeder in der Band seine Aufgabe. Und auch, wenn die Band für alle ein reines Hobbyprojekt ist, möchten sie weiterkommen und gerne mehr Auftritte spielen.

Den Anfang für diese Saison macht das selbst organisierte „Klangsturm“-Festival am 20. Mai im „Jokus“, bei dem neben „Klangsturm“ selbst auch noch die Gießener Kollegen von „Effekt“ auf der Bühne stehen. Außerdem mit dabei sind „Vielleicht Anna“ aus Frankfurt und „Steve Next Door“ aus Köln. Beginn ist um 19 Uhr, Einlass bereits um 18 Uhr. Auf dem Parkplatz des „Jokus“ sorgt der Foodtruck „Bosseln & Kallen“ für das leibliche Wohl. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 8 Euro – Tickets gibt es nur bei der Band unter tickets@klangsturm.de, an der Abendkasse 9 Euro.

Infos unter www.klangsturm.de.


Schlagworte: Band, Klangsturm, Musik, Pop, Rock, Rockpop
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