Denk.Raum.Museum

Auf dem Weg zu einer Vision für das Oberhessische Museum

Vier Veranstaltungen – Donnerstag, 17. August, bis Sonntag, 20. August 2017

In den letzten Jahren hat in vielen Kommunen ein intensives Nachdenken über die zeitgemäße Rolle städtischer Museen eingesetzt. Wurde diesen früher traditionell die Aufgaben des Sammelns, Bewahrens, Erforschens und Vermittelns zugeschrieben, werden heute die Ansprüche an Museumskonzepte deutlich weiter gefasst: Es geht nicht mehr darum, die Stadt-, Regional-, Kunst- und Kulturgeschichte durch ausgewählte Exponate zu erläutern. Das Museum soll sich vielmehr auch als Bühne und Moderator verstehen, um für aktuelle Diskurse der Stadtgesellschaft ansprechbar zu sein. So wird es möglich, auf gegenwärtige gesellschaftliche Anforderungen einzugehen und auf Themen wie Mobilität, Migration, Identität, Integration, Partizipation oder Inklusion zu reagieren.

Aus dieser konzeptionellen Perspektive wird damit das Publikum vermehrt in den Fokus gerückt – aus einer traditionellen Objektzentrierung wird eine zukunftsorientierte Besucherorientierung.

Auch in Gießen startet nun dieser Prozess – mit einer Auftakt-Veranstaltungsreihe am kommenden Wochenende. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

Das Oberhessische Museum in Gießen kann auf eine lange und wechselvolle Geschichte zurückblicken. Begonnen durch die Sammlungstätigkeit des Oberhessischen Vereins für Localgeschichte 1879 und ergänzt durch die Sammlung des Industriellen und Kommerzienrates Wilhelm Gail, wurden diese beiden unterschiedlichen Sammlungsschwerpunkte 1925 zusammengeführt und gingen dann schließlich in den Besitz der Stadt als Oberhessisches Museum und Gail’sche Sammlung über.
Gießen hat sich seit diesen Gründungsjahren des Museums erheblich entwickelt und versteht sich heute als „Wissenschaftsstadt“. Die Stadtgesellschaft ist zudem vielfältiger geworden und damit auch ihre Geschichten. Ein zeitgemäßes Museum ist gefordert, diese Veränderungen abzubilden, will es ein interaktiver Ort kultureller Identität(en) sein. Diesem Paradigmenwechsel im aktuellen Museumsdiskurs möchte sich die Stadt Gießen aktiv stellen. Was muss sich verändern, damit das Museum zu einem Ort der Identitätsstiftung und Selbstvergewisserung der Gießener Stadtgesellschaft aber auch der Region werden kann?

Das Stadt[Labor]Gießen zu Gast in der KUNSTHALLE GIESSEN

Um diesem Prozess eine adäquate Struktur und Form zu geben, wurde das Konzept Stadt[Labor]Gießen entwickelt. Hierfür wurde Dr. Matthias Henkel als externer Museumsberater hinzugezogen. Die Umsetzung des Stadtlabors ist auf zwei Jahre angelegt.

Um die bisherigen Überlegungen öffentlich vorzustellen und zu diskutieren, ist das Stadt[LABOR]Gießen nun erstmals zu Gast in der die Kunsthalle Gießen.

Die Neukonzeption des Museums mit seinen mannigfaltigen Beständen ist nicht im Handstreich umzusetzen. Aus diesem Grund hat die Stadt Gießen beschlossen, das Oberhessische Museum in den kommenden Jahren Schritt für Schritt zu einer Institution zu entwickeln, die den Anforderungen eines zeitgemäßen Museums entspricht. Ganz bewusst soll dabei der engagierten Stadtgesellschaft die Möglichkeit geboten werden, sich mit eigenen Ideen, Konzepten und Engagement einzubringen. Mit der Veranstaltung Denk.Raum.Museum wird nun die Bühne für das Gesamtprojekt Stadt[LABOR]Gießen eröffnet.

Das komplette Programm zu Denk.Raum.Museum finden Sie hier zum Download.

 


Schlagworte: Museum, stadtLABORGießen
0


Hinterlasse einen Kommentar

In SchlaglichternIn FilmenIn BildernIm Rückblick
StadtführungenAusstellungenTerminübersichtVeranstaltungsorteTicketvorverkaufJahresübersicht
Ausflugsplaner
Ausflugsplaner