Botanische Konzerte: Eine Liaison von Jazz und Chanson

Come rain or come shine … – 20 Jahre Botanische Konzerte

Vom 28. Mai bis zum 2. Juli im Botanischen Garten in Gießen

Seit 1997 hält die Justus-Liebig-Universität für das Gießener Publikum ein besonderes Musikangebot bereit: An vier Sonntagen in den Sommermonaten Juni und Juli öffnen sich die Tore des Botanischen Gartens für die „Botanischen Konzerte“.

Die Konzertreihe will Grenzbereiche der Populärmusik erschließen und nationalen sowie internationalen Musikgruppen ein musikalisches Forum bieten. In den letzten 20 Jahren haben sich die Botanischen Konzerte zu einem festen Bestandteil des kulturellen Lebens der Stadt Gießen entwickelt – an manchem Sonntag versammeln sich mehr als 400 musikinteressierte Bürgerinnen und Bürger in der Gartenanlage am Alten Schloss.

Von zeitgenössischem Jazz, der mal cool, funky, energiegeladen, groovig, lyrisch, perkussiv oder vokal eingefärbt ist, über Klezmer, Tango, Filmmusik, Chansonkunst erstrecken sich die Darbietungen der Ensembles bis hin zum brasilianischen Choro, Samba, Bossa Nova oder zur so genannten Balkanfolklore. Die Offenheit gegenüber vielfältigen musikalischen Ausdrucksformen und die weltmusikalische Programmatik sind zum unverwechselbaren Markenzeichen der sommerlichen Matineen unter freiem Himmel geworden.

Ins Leben gerufen wurden die Botanischen Konzerte – auf Anregung des Jazz-Musikers und Musikwissenschaftlers Prof. Dr. Ekkehard Jost – im Jahr 1997 von dem damaligen Präsidenten der JLU, Prof. Dr. Heinz Bauer. Die konzeptionelle Federführung der seither gemeinsam vom Institut für Musikwissenschaft und Musikpädagogik und dem Präsidenten der JLU veranstalteten Konzertreihe lag bei Prof. Dr. Ekkehard Jost, der im März 2017 verstorben ist. Die Botanischen Konzerte werden im Jubiläumsjahr im ehrenden Gedenken stattfinden – ganz im Sinne des großen Musikers. Jost hat die Programmgestaltung noch übernommen; die Gäste dürfen sich auf seine Konzeption freuen.

Die anhaltende Beliebtheit der Konzertreihe ist auch dem besonderen Ambiente ihres Austragungsortes zu verdanken: Im ältesten universitären Botanischen Garten Deutschlands, der noch an seinem ursprünglichen Ort im Herzen der Stadt Gießen verblieben ist, verbindet sich Kulturgenuss mit einer bemerkenswerten floralen Vielfalt. Die Anfänge der universitätseigenen Grünanlage gehen zurück bis in das Jahr 1609, als Landgraf Ludwig von Hessen der zwei Jahre zuvor gegründeten Universität ein Stück Parkgelände am Schloss überließ, um einen Heilpflanzengarten anzulegen. Etwa 7.500 Pflanzenarten wachsen auf dem drei Hektar großen Areal.


Schlagworte: Botanische Konzerte, Dieter Manderscheid, Ekkehard Jost, Gerd Stein, Konzert, Lulo Reinhardt, Tony Lakatos, Universität, Wollie Kaiser
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Passende Veranstaltungen

Sonntag
11:00

Botanische Konzerte 2017: Free Spirits

Vocal Jazz – Blues – Rhythm&Blues – Soul Music

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